Gedenken an die Opfer des Bombenangriffs

Kranzniederlegung am Mahnmal, Zeitzeugenrunde im Rathaus und Gedenkgottesdienst im Dom

© Stadt PaderbornBusdorfwall 2, Daniel Höing, Mahnmal Busdorfwall
© Stadt PaderbornBusdorfwall 1, Daniel Höing, Mahnmal Busdorfwall

Mit einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal Busdorfwall hat die Stadt Paderborn allen Bürgerinnen und Bürgern gedacht, die bei dem Bombenangriff am 27. März 1945 ihr Leben verloren haben. Bürgermeister Michal Dreier und Carsten Linnemann, Mitglied des Deutschen Bundestages, legten einen Kranz nieder. Bei einer anschließenden Zeitzeugenrunde im Rathaus schilderten vier Paderbornerinnen und Paderborner ihre bewegenden Eindrücke von dem Tag, an dem der größte Teil der Paderstadt in Schutt und Asche fiel.

In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus Stadt und Politik sowie Ehrenringträgern mahnte Linnemann in seiner Gedenkrede: „Wir haben uns hier auch am Mahnmal versammelt, um von dem Schrecklichen zu lernen.“ Friede sei nämlich nicht selbstverständlich. „Wir müssen uns alle Mühe geben, dass es so bleibt.“ Die vorherige Generation habe mit dem Wiederaufbau eine wichtige Grundlage geschaffen. Wir alle würden heute die Früchte ernten. Dieser Leistung gebührt ein großer Dank, so Linnemann. Bürgermeister Michael Dreier: „Welches unermessliche Leid dieser totale Krieg über unsere Stadt, über die Bürgerinnen und Bürger gebracht hat, lässt sich von der heutigen Generation nur noch schwer nachvollziehen. Es ist etwas, das nur durch die Erinnerungen und Erzählungen von Zeitzeugen weiter transportiert werden kann.“ Zu diesen Zeugen gehörten neben Altbürgermeister Wilhelm Lüke auch Helene Jäger, Franz Peckelsen und Antonius Voss, die vor rund 200 Besuchern im Rathaussaal ihre bewegenden Eindrücke von der Bombennacht schilderten. Auch der ein oder andere Zuhörer aus dem Publikum konnte sich an das Grauen dieser Nacht erinnern und beteiligte sich mit einer Wortmeldung an der Diskussion. Durch die Veranstaltung führte Norbert Janowski, Nachrichtenredakteur bei Radio Hochstift.

Für die musikalische Begleitung der Kranzniederlegung sorgten Schülerinnen und Schüler der städtischen Musikschule. Der Veranstaltung am Mahnmal Busdorfwall und der Zeitzeugenrunde war ein Gedenkgottesdienst im Dom vorausgegangen.