Studienprojekt in Schloß Neuhaus vom 5.-7. Mai
Acht Studierende der Fachhochschule Köln lernen in Schloß Neuhaus Städtebau und Denkmalpflege
Bürger des historischen Stadtkerns von Schloß Neuhaus sollen sich nicht wundern, wenn vom 5. bis zum 7. Mai eine Gruppe junger Menschen durch den Ortskern streift. Acht Studierende der Fachhochschule Köln im Masterstudiengang Architektur/Denkmalpflege haben sich Schloß Neuhaus als Studienobjekt für das Thema „Städtebauliche Denkmalpflege“ ausgesucht. Ausgerüstet mit Stadtplan, Stiften, Tablet-PC und Fotoapparat erfassen sie den baulichen Bestand des Ortes. Sie suchen nach guten Beispielen und schlagen Maßnahmen zur Verbesserung einzelner Situationen vor. Das Stadtplanungsamt der Stadt Paderborn und die Untere Denkmalbehörde unterstützen das Projekt.
Im Hinblick auf eine beabsichtigte Aufwertung des historischen Ortskerns von Schloß Neuhaus könnten die Ergebnisse der Studienarbeit zukünftig in Maßnahmen einfließen, die das Ortsbild verbessern. So soll der besondere Charakter des historischen Ortskerns durch eine neue Gestaltungssatzung besser bewahrt und gestärkt werden. Am Dienstagnachmittag wird Ratsherr Michael Pavlicic den Studierenden zunächst einmal die historische Entwicklung des Ortes in einem Rundgang näher bringen. Unterstützung erfährt das Projekt auch vom Vermessungsamt der Stadt. Es werden innovative Möglichkeiten ausprobiert, Ergebnisse in das städtische Geoinformationssystem zu übernehmen. Insbesondere die Möglichkeiten der dreidimensionalen Darstellung werden erprobt. Hierzu bringt die FH Köln ihren 3D Laserscanner mit nach Schloß Neuhaus, mit dem an den drei Tagen vor allem im Bereich der unteren Padulusstraße gearbeitet wird. Mathias Schulze, Studierender der Geoinformatik an der FH Bochum und derzeit Praktikant im Vermessungsamt, wird zu diesem Thema seine Bachelorarbeit schreiben.
Der Projektleiter Prof. Norbert Schöndeling aus Köln freut sich sehr über die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn und über die Möglichkeit, die Studierenden mit der täglichen Praxis ihres späteren Berufslebens bekannt zu machen.