Ergebnisse der Paderborner Sportverhaltensstudie vorgestellt
Bedeutung des Sports hat für Paderborner zugenommen - Radfahren beliebteste Sportart
Sport ist den Paderbornerinnen und Paderbornern sehr wichtig. Die Bedeutung des Sports in der Alltagsgestaltung hat in den letzten zehn Jahren sogar zugenommen. Auch die Vielfalt der betriebenen Sportarten ist groß. Mit 42 Prozent ist das Radfahren die beliebteste Sportart. Der Fußball gehört zu den favorisierten Ballsportarten. Das ist das Ergebnis der jetzt vom Sportservice der Stadt vorgestellten Sportverhaltensstudie. Für die Studie sind im September 2013 und Februar 2014 jeweils 3.000 Personen mittels standardisiertem Fragebogen zu ihrem Sportverhalten und zu bestimmten Fragestellungen im Sport befragt worden. Bereits zum dritten Mal, nach 1993 und 2003, ist das Sportverhalten der Paderborner Bevölkerung in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal untersucht worden.
Die Ergebnisse machen der Sport- und Universitätsstadt Paderborn alle Ehre: 83,5 Prozent gaben an sportlich aktiv zu sein, 74 Prozent würden mindestens einmal pro Woche Sport treiben. Bei den 10- bis 19-Jährigen ist die Aktivenquote mit rund 90 Prozent erwartungsgemäß am höchsten, aber auch die 70- bis 75-Jährigen sind noch zu 70 Prozent aktiv. Bereits 2003 konnte Paderborn als sehr sportaktiv bezeichnet werden. Der damalige hohe Wert von 78,3 Prozent konnte noch einmal um gut 5 Prozent auf 83,5 Prozent gesteigert werden. „Insbesondere die Ergebnisse der über 70-Jährigen können als sehr gute Quote bezeichnet werden“, erläuterte Tanja Schaefer vom Sportservice die Studie. Der Umfrage zugrunde gelegt wurde ein weiter Sportbegriff aus Sport treiben und bewegungsaktiver Erholung.
In der Hitliste dominieren die Sportarten, die sowohl intensiv als auch im Rahmen bewegungsaktiver Erholung ausgeübt werden können. Mit 42 Prozent liegt Radsport vor Fitnesstraining und Gymnastik (30,9 Prozent) und Schwimmsport (29,2 Prozent). Mit Fußball (9,4 Prozent, Platz 7) und Basketball (2,8 Prozent, Platz 10) befinden sich zwei Ballsportarten unter den Top 10. Im Schnitt betreiben die Paderborner zwei Sportarten.
Der Großteil der Aktivtäten wird im Paderborner Stadtgebiet ausgeübt, wobei es zwischen den Stadtteilen deutliche Unterschiede gibt. In der Regel verbleibt weniger als die Hälfte der Sporttreibenden zur Ausübung der Sportart im eigenen Stadtteil, mit Ausnahme der Bewohner in der Kernstadt und in Schloß Neuhaus. Etwa die Hälfte der sportlichen Betätigungen findet auf sogenannten Sportgelegenheiten in Park, Wald, auf Wegen oder Straßen statt. Die klassischen Sportstätten wie Turn- und Sporthallen, Sportplätze und Bäder werden von einem Drittel der Aktiven genutzt.
Die Studie zeigt auch auf, wie die Paderborner sich im Sport organisieren: So werden die sportlichen Aktivitäten zu 70 Prozent privat organisiert. Wichtigster Anbieter des organisierten Sporttreibens ist der Sportverein, der in Paderborn im Gegensatz zu vielen Großstädten deutlich vor den kommerziellen Anbietern liegt. Tanja Schäfer: „Dies kann als Bestätigung für die bedarfsgerechte Arbeit der Paderborner Sportvereine gewertet werden.“ Entsprechend positiv werden die Vereine in der Außenwahrnehmung beurteilt. Auch Personen, die noch nie Mitglied im Sportverein waren, nehmen diesen als interessant und professionell wahr.
Fitnesstraining und Gymnastik sowie Yoga, Kraftsport und auch Tanzen haben für die Paderborner in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Inlineskating und Rollsport musste prozentual die größten Verluste hinnehmen. Auch Tennis und Tischtennis haben etwa 40 Prozent weniger Aktive zu verzeichnen als noch 2003. Bei den Ballsportarten liegen Fußball und Volleyball auf nahezu identischem Niveau.
„Wir haben in Paderborn eine sehr gute Sportinfrastruktur und seit 2002 intensiv in den Sportbereich investiert. Zudem kann die Stadt eine gut funktionierende Vereinslandschaft vorweisen“, begründete Beigeordneter Wolfgang Walter das ausgeprägte Sporttreiben der Paderborner.