Klavierabend "Radikale Individualisten"
Kammerkonzert am Sonntag in der PaderHalle
Der Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski gehört zu den bekanntesten klassischen Stücken überhaupt. Am Sonntag, 8. November, um 18 Uhr erklingt in der PaderHalle die Urversion für Klavier solo, die Vorlage für die endlose Reihe der Bearbeitungen, von denen am bekanntesten die für Orchester von Ravel, für Synthesizer von Tomita und für Rockband von Emerson, Lake and Palmer sind.
Der Titel des Klavierabends „Radikale Individualisten“ bezieht sich auf die beiden Komponisten Modest Mussorgski und Carl Philipp Emanuel Bach, deren Werke an dem Abend aufgeführt werden, und auf die ungewöhnliche Pianistin Ana-Marija Markovina, die sie spielt.
Ana-Marija Markovina ist nämlich eine Künstlerin, die sich vielen Konventionen des Musikbetriebs widersetzt. Wichtig in der Musik ist ihr die Lust am Unkalkulierbaren und am Wagnis. Kein Wunder, dass sie sich besonders der Werke unkonventioneller Komponisten wie eben Modest Mussorgski und Carl Philipp Emanuel Bach annimmt.
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) markiert eine völlig eigenständige, sich auf das Gefühl verlassende Position der Musikgeschichte. Historisch zwischen den Regeln des Barock und denen der Klassik verkörpert er eine Art Sturm und Drang, wenn man so will die Musik zu der Zeit und Haltung von Goethes „Werther“.
Modest Mussorgski (1839-1881) war der Kompromissloseste des „mächtigen Häufleins“ russischer Komponisten, die sich von westlicher Musik absetzten, stolz darauf, nicht über eine womöglich verbildende akademische Ausbildung zu verfügen. Am radikalsten verließ er sich auf sein pures Talent und seine volksmusikalischen Wurzeln.
Eine Konzerteinführung gibt Lars Wolfram um 17.30 Uhr im oberen Foyer der PaderHalle.
Karten zu Preisen zwischen 17 Euro und 7,50 Euro kann man an der Abendkasse und im Vorverkauf im Paderborner Ticket-Center am Marienplatz, Tel. (05251) 2 99 75 0, erwerben.