Zentralstation an der Westernmauer

Stadt fragt nach Anregungen und Hinweisen der Bürger

© Stadt PaderbornÖffentliche Veranstaltung zur Verlegung der ZOH an die Westernmauer, Lea Giesen, Aula des Theodorianum

Rund 120 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadt Paderborn am Dienstagabend, 17. November, in die Aula des Theodorianums und äußerten ihre Anregungen und Hinweise zum Thema Verlegung der Zentralstation an die Westernmauer.

Nach einer kurzen Begrüßung stellte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke den derzeitigen Sachstand und den Anlass der Überlegungen zu einer Verlegung der Zentralstation an die Westernmauer vor. Eine Machbarkeitsstudie, vor dem Hintergrund der Steigerung der Qualität des ÖPNV und der Aufwertung der Königsplätze kam 2011 zu dem Ergebnis, dass eine Zentralstation an der Westernmauer machbar ist. Die jetzt beauftragten Fachplaner sollen unter einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit untersuchen, ob es eine umsetzbare Planung am Standort Westernmauer geben kann. Neben der Umsetzbarkeit dort, ist die künftige Nutzung der heutigen Zentralstation in einem parallel laufenden Prozess der Eigentümer an dieser Fläche zu klären. Danach erläuterte Ulrich Noßwitz, Projektleiter von der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft, das geplante Vorgehen sowie den Ablauf für den Abend und stellte das interdisziplinär besetze Planungsteam vor. Dieses besteht neben der der Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft, zuständig für Verkehrsplanung und –technik, aus ASTOC Architects and Planners, Bereich Städtebau und Denkmalschutz sowie der Planergruppe Oberhausen, zuständig für den Bereich Landschafts- und Freiraumplanung. Im Anschluss daran erläuterte Volker Schultze, Amtsleiter des Stadtplanungsamtes, die Rahmenbedingungen der Planung für die Bereiche der städtebaulichen Entwicklung, den Bereich Verkehr sowie den Bereich Grünordnung und Denkmalpflege, bevor dann die anwesenden Bürger gefragt waren.

An vier verschiedenen Themenecken führten die Teilnehmenden angeregte Diskussionen mit den Planern, schrieben ihre Hinweise und Anregungen auf Karten und hefteten diese an Pinnwände. Mit Klebepunkten konnten die Karten mit wichtigen Anregungen markiert werden, um die Fülle der Anregungen zu gewichten. Diese reichten von der Berücksichtigung des Anliefer- sowie Fußgänger- und Radverkehrs, über die Angst vor einer stärkeren Lärmbelästigung und die Forderung nach einer vollständig überdachten Zentralstation an der Westernmauer, bis zu dem Vorschlag die alte Zentralstation einfach nur zu renovieren.

In einem nächsten Schritt werden die eingegangenen Anregungen jetzt ausgewertet und in die noch zu erstellende Planung für eine Zentralstation an der Westernmauer aufgenommen. Die Ergebnisse werden dann auch für die Öffentlichkeit auf der Homepage der Stadt Paderborn zugänglich sein. Neben der Auftaktveranstaltung im Theodorianum sind auch noch weitere Veranstaltungen zur Beteiligung der Bürger im nächsten Jahr geplant. Auch eine Beteiligung der Bürger über das Internet ist zurzeit in Planung.