"Wir sind am Limit"
Bürgermeister Michael Dreier bittet um Mithilfe bei der Suche von Unterkünften für Flüchtlinge
"Wir sind am Limit und hoffen, dass wir mit der Unterstützung von möglichst vielen Seiten die große Zahl der Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen können." Mit diesem Appell wendet sich Bürgermeister Michael Dreier an die Paderbornerinnen und Paderborner, um neue Unterkünfte für die Flüchtlinge zu finden. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Unterbringung, doch wir sind auf die Hilfe auch der privaten Immobilienbesitzer angewiesen", appelliert der Bürgermeister an deren Mithilfe. Die Stadt habe bisher in diesem Jahr etwa 700 Flüchtlinge in eigenen und angemieteten Quartieren untergebracht. Hinzu kämen die für die Bezirksregierung in Detmold errichteten Notunterkünfte in der Sporthalle der Universität mit 300 Personen und in der Busdorfschule mit 200 Personen.
Die Stadt Paderborn ist der Universität sehr dankbar, dass die Sporthalle dort länger, nämlich bis zum 26. Oktober für die Unterbringung der Flüchtlinge genutzt werden kann. Danach wird derzeit nach einer Zwischenlösung gesucht, bevor die Flüchtlinge ab 1. Dezember dann im ehemaligen Welle-Verwaltungsgebäude am Frankfurter Weg untergebracht werden können.
Aufgrund des nicht abreißenden Zustroms von Flüchtlingen aus Krisengebieten ist eine Ende des Zuzugs nicht abzusehen. Deshalb sucht die Stadt Paderborn weiterhin nach geeignetem Wohnraum zur Unterbringung der Flüchtlinge. Neben Wohnungen und Häusern geht es jetzt verstärkt auch um private Grundstücke, die für einen vorübergehenden Zeitraum zur Aufstellung von Gebäuden in Leichtbauweise oder Containeranlagen in Betracht kommen. Geeignet sind insbesondere Grundstücke, bei denen die Erschließung bereits gesichert ist.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können dem Gebäudemanagement Paderborn entsprechende Angebote unter den Telefonnummern 05251-88-1503, -1506 oder -1791 mitteilen.