Alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung in der Kindertageseinrichtung
Informationsveranstaltung vom Jugendamt der Stadt Paderborn in Zusammenarbeit mit dem LWL Landesjugendamt Westfalen zur Neuausrichtung in der Sprachbildung im Elementarbereich
Am 1.10.2015 fand in der Kulturwerkstatt eine trägerübergreifende Informationsveranstaltung für pädagogische Fachkräfte aus den Kindertageseinrichtungen zum Thema „Neuausrichtung in der Sprachbildung“ statt. Annelie Segin vom Jugendamt Stadt Paderborn und Christa Döcker-Stuckstätte vom LWL Landesjugendamt Westfalen berichteten zum gesetzlichen Auftrag der alltagsintegrierten Sprachbildung in den Kindertageseinrichtungen.
Zunächst wurden die anwesenden pädagogischen Fachkräften der Paderborner Kindertageseinrichtungen über den Sachstand des trägerübergreifenden Projekts zur Qualitätsentwicklung im Dialog am Beispiel Sprachbildung des Landes NRW informiert. „Geplant ist eine trägerübergreifende Rahmenkonzeption zur Sprachbildung zu erarbeiten, um so verbindliche Qualitätsstandards zu entwickeln, welche die Bildungschancen der Kitakinder in Paderborn sichern und verbessern“, so die Vertreterin des Jugendamts Annelie Segin.
Für den fachlichen Input des Nachmittags war die Referentin Frau Barbara Knappstein vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in NRW eingeladen. Leider musste Frau Knappstein aufgrund einer Erkrankung kurzfristig absagen und Frau Döcker-Stuckstätte vom LWL Landesjugendamt hielt den Vortrag zu den rechtlichen und fachlichen Grundlagen der alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich in NRW.
Sprache ist eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und den Bildungserfolg unserer Kinder. Die Förderung der sprachlichen Entwicklung nimmt einen hohen Stellenwert im pädagogischen Alltag der Kindertageseinrichtung ein und kann zu recht als eine zentrale Bildungsaufgabe bezeichnet werden. Eine an Qualitätskriterien orientierte Sprachbildung, der Einsatz von geeigneten Beobachtungsverfahren sowie gute Qualifizierungsangebote für die pädagogischen Fachkräfte und Teams der Einrichtungen sollen künftig die Praxis unterstützen, so Döcker-Stuckstätte.
Für den fachlichen Austausch der pädagogischen Fachkräfte untereinander wurde sich anhand von gezielten Fragestellungen zu den fachlichen und rechtlichen Neuerungen intensiv in Kleingruppen ausgetauscht.
Im Anschluss beantwortete Frau Döcker-Stuckstätte im Plenum offene Fragen.