Projektgruppe "Leichte Sprache" präsentiert Ergebnis

Bürgermeister Dreier erhält Wörterbuch

© Stadt PaderbornÜbergabe des Projektergebnisses, Eva-Maria Niehaus, Paderborn

Das Forschungsergebnis einer Projektgruppe der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW hat jetzt Paderborns Bürgermeister Michael Dreier entgegen genommen. Die Studierenden beschäftigten sich mit Leichter Sprache in der Kommunalverwaltung und stellten ihre Arbeit und das Ergebnis – ein Wörterbuch in Leichter Sprache – im historischen Rathaus bei einer Präsentation vor.

In den vergangenen zehn Wochen haben die Studierenden unter der Leitung von Stefanie Laufkötter von der Koordinierungsstelle für Inklusion in Paderborn und Prof. Dr. Christopher Zeiss von der FHöV NRW an dem Projekt gearbeitet. Heraus kam ein Wörterbuch in Leichter Sprache für den Bereich des Sozialamtes. Dies soll vor allem Menschen mit Behinderung helfen, komplizierte Formulierungen in der Verwaltung zu verstehen.

Leichte Sprache soll komplexe Sachverhalte und Texte vereinfachen. Zielgruppe sind Menschen mit Behinderungen, vor allem mit geistiger Behinderung, Menschen mit Lernschwierigkeiten oder die nur wenig Deutsch können und ältere oder demenzkranke Menschen. Durch die Leichte Sprache wird diesen Menschen ein selbstständiges Lesen und Verstehen von Texten ermöglicht und der Zugang zu Informationen erleichtert. So wird die Selbstständigkeit verbessert und die Teilhabe an Gesellschaft und Politik ermöglicht.

In ihrer Präsentation zeigten die Studierenden unter anderem, vor welchen Schwierigkeiten sie standen und wie sie zu einem Ergebnis kamen und gaben auch dem Publikum die Chance, sich bei einer Übung an der Übersetzung von Fachbegriffen in Leichte Sprache zu versuchen.

In Paderborn gibt es bereits eine Willkommensbroschüre in Leichter Sprache in Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch. Die Forschungsgruppe prognostiziert eine steigende Nachfrage von Leichter Sprache in der Kommunalverwaltung. Auch Bürgermeister Dreier freute sich über die Arbeit und bedankte sich. Es sei wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die Stadt Paderborn beteiligt sich unter anderem auch an dem landesweiten Modellprojekt „Übersetzung von Verwaltungsakten in Leichte Sprache NRW“. Interessierte am Thema „Leichte Sprache“ können sich gerne an die Koordinierungsstelle für Inklusion, Stefanie Laufkötter, Tel. (0 52 51) 88 16 43 wenden.