Bestnoten für das Schulessen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung zeichnet fünf Paderborner Grundschulen aus

© Stadt PaderbornZertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat nach 2011 zum zweiten Mal das Zertifikat „Schule + Essen = Note 1“ an Grundschulen der Stadt Paderborn überreicht. Die Grundschule Stephanus erhält erstmals das Zertifikat für eine vollwertige Verpflegung. Die Elisabethschule, die Marienschule, die Grundschule Sande und die Grundschule Josef im Stadtteil Schloß Neuhaus dürfen sich über die erfolgreiche Re-Zertifizierung freuen. Sie waren 2011 die ersten Grundschulen bundesweit, die die Auszeichnung erhielten.

„Wir möchten, dass unsere Kinder optimal verköstigt werden und deswegen haben wir uns den Anforderungen der DGE gestellt“, sagte Andrea Woitschek, Leiterin der Grundschule Stephanus. Der DGE-Qualitätsstandard setzt sich aus drei Grundbausteinen zusammen, die im Audit genauestens geprüft werden. Das erläuterte Helmut Heseker, Präsident der DGE und Professor an der Universität Paderborn, bei der Zertifikatsvergabe. „Der erste Baustein befasst sich mit der optimalen Lebensmittelauswahl und den Anforderungen an den Speiseplan“, sagte er. In der praktischen Umsetzung bedeute dies, dass Lebensmittel, die ernährungsphysiologisch besonders empfehlenswert seien – zum Beispiel Gemüse und Obst – bevorzugt angeboten würden.

Als zweiten Qualitätsstandard nannte Heseker die Speisenzubereitung und –herstellung, bei der es unter anderem darum gehe, auf eine fettarme und nährstoffschonende Zubereitung der Speisen zu achten und Zucker nur in Maßen einzusetzen. „Der dritte Baustein ist die Lebenswelt, in der es um die Rahmenbedingungen in der Schule wie eine ansprechende Gestaltung des Speiseraums oder ausreichend lange Pausen geht“, erklärte Heseker. Er lobte, dass an den Paderborner Grundschulen Elisabeth, Josef, Marien, Sande und Stephanus der Bildungsauftrag ernst genommen werde, Schülerinnen und Schüler an eine vollwertige Verpflegung heranzuführen. Denn den Anforderungen der DGE zu genügen, sei nicht ganz einfach. „Da stecken viel Engagement und eine Menge Arbeit drin.“

An der Grundschule Stephanus erhalten täglich rund 150 Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen. An der Grundschule Elisabeth werden rund 100 Mädchen und Jungen verköstigt, an der Grundschule Josef etwa 160, an der Marienschule rund 100 und an der Grundschule Sande etwa 60.