Feuerwehr aus Le Mans besucht Paderborn

Partnerschaft besteht seit 40 Jahren

© Stadt PaderbornGruppenbild Feuerwehr Le Mans, Nathalie Köster
© Stadt PaderbornNathalie Köster

Im großen Rathausaal herrscht reger Betrieb, Kinder toben durch die Stuhlreihen, die Erwachsenen unterhalten sich auf Französisch und Deutsch, zur Not auch mit Händen und Füßen.
Zu Gast sind Feuerwehrmänner und -frauen aus dem französischen Le Mans mit ihren Familien. Seit 40 Jahren besteht zwischen den Wehren Paderborn und Le Mans eine enge Verbindung. Alle zwei Jahre besuchen sie sich gegenseitig, um sich auszutauschen und die Kultur kennen zu lernen.

Die Städtepartnerschaft zwischen Paderborn und Le Mans ist eine der ältesten der Welt „und ganz sicher die älteste Europas, was uns mit Stolz erfüllt“, wie Bürgermeister Michael Dreier in seiner Begrüßung betont. Entstanden ist sie im Jahr 836 aus der katholischen „ewigen Liebesbruderschaft“ zwischen den beiden fränkischen Bischofssitzen. Am 3. Juni 1967 bestätigten die beiden Städte ihre Verbindung. Aber nicht nur die Paderborner Feuerwehr ist eng mit Le Mans verbunden, auch die Schulen und die Universität Paderborn tauschen sich regelmäßig mit den Franzosen aus.

Während ihres viertägigen Besuchs lernen die 61 Gäste nicht nur die Strukturen der hiesigen Feuerwehr kennen, sie besichtigen auch unter anderem die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans im Paderborner Dom. Zum Gedenken an den ehemaligen Bischof feiert Paderborn jährlich das Libori-Fest, eines der größten und ältesten Volksfeste der Welt, das in diesem Jahr wieder vom 23. bis 31 Juli stattfindet. Ehrensache, dass sich einige der Franzosen das nicht entgehen lassen wollen.