Kunstfotografie um 1900 und René Groebli

Ende der Ausstellungen und letzte öffentliche Führung

© Dietmar KatzKunstfotografie

Etwa um die Wende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Aufkommen der sogenannten „Edeldruckverfahren“ den Fotografen das Instrument in die Hand gegeben, in den technisch-apparativen Ablauf der Fotografie einzugreifen und damit Gestaltungsmöglichkeiten von Malerei und Grafik zu erproben. Ein engagierter Förderer der internationalen Kunst- und Amateurfotografie war der deutsche Maler und Schriftsteller Fritz Matthies-Masuren (1873-1938).

Die Präsentation der Sammlung Matthies-Masuren in der Städtischen Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus legt uns ein beeindruckendes Zeugnis dieses spannenden Kapitels der Fotogeschichte vor und veranschaulicht zugleich die Emanzipation des fotografischen Bildes als künstlerisches Ausdrucksmittel. Das Kunstmuseum im Marstall Schloß Neuhaus zeigt daran anknüpfend Schwarz-Weiß-Fotografien der Jahre 1945-1955 des Schweizers René Groebli. Dem Fotografen gelingt es in technischer Perfektion zu fotografieren, was nicht greifbar ist – Dynamik, Geschwindigkeit, Geruch, Stimmungen, Gefühle und Geräusche.

Interessierte Kunstfreunde sind herzlich zur letzten öffentlichen Führung durch beide Ausstellungen mit Mira van Leewen am Mittwoch, 16. November, um 16.30 Uhr eingeladen.
Startpunkt ist in der Städtischen Galerie in der Reithalle.
Am kommenden Sonntag enden beide Ausstellungen.