Aus Israel in Paderborn zu Gast
Bürgermeister Michael Dreier empfängt Besucher in seinem Büro
„Es ist mir eine große Ehre, Sie aus Israel hier begrüßen zu dürfen“. Mit diesen Worten hieß Bürgermeister Michael Dreier vergangenen Montag acht israelische Fachkräfte aus den Bereichen Jugend, Schule und Soziales in seinem Bürgermeisterbüro Willkommen.
Gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Paderborn und dem Beit Rutenberg Institut aus Haifa/Israel wird dieser Austausch bereits seit 25 Jahren organisiert. Silvi Behm, Leiterin der deutschen Abteilung des Beit Rutenberg Institutes, begleitete die Gruppe und übersetzte während der Begrüßung den Paderborner Bürgermeister. "Ich freue mich immer wieder sehr, Gast in Paderborn zu sein", sagte Behm. Mittlerweile ist sie seit 15 Jahren dabei. Die Mitreisenden besuchten die Stadt an der Pader aber teilweise zum ersten Mal.
Die Gäste interessierten sich unter anderem für die Arbeit in Deutschland in Hinblick auf den Englisch- und Politikunterricht an Schulen sowie der aktuellen Flüchtlingssituation. Sie zeigten sich erfreut, als Michael Dreier die Stadt mit einer kleinen Präsentation vorstellte und ihnen die Besonderheiten erläuterte. Einige Fragen wurden dem Bürgermeister gestellt – zur Stadt Paderborn selbst, aber auch zu seiner Person. Einzelne Themen sind mit der Situation in Haifa verglichen worden und sorgten für eine interessante Unterhaltung.
Im Anschluss an den Empfang war ein Stadtrundgang auf jüdischen Spuren unter der Leitung von Monika Schrader-Bewermeier sowie die Niederlegung eins Kranzes am Mahnmal der ehemaligen Synagoge geplant. Die Eröffnung des Weihnachtsmarktes war für die Gruppe ein weiterer Höhepunkt während ihres achttägigen Aufenthaltes in Paderborn. Außerdem werden sie während ihres Besuches die Arbeit an Schulen und in der Flüchtlingsarbeit persönlich kennenlernen.
Oliver Boraucke vom Jugendamt Paderborn organisierte diesen Besuch seitens der Stadt mit. Für das nächste Jahr ist geplant, nach Israel zu fahren und somit den Austausch zu fördern.
„Gemeinsam die Freundschaft leben“, äußerte sich Bürgermeister Michael Dreier gegenüber seinen Gästen und verdeutlichte nochmals, dass wir hier in Deutschland froh sein können, jetzt seit über 70 Jahren in Frieden zu leben.