Streuobsttag im Haxtergrund
Experte bestimmt Apfelsorten
Der Paderborner Streuobsttag wird am Sonntag, 25. September, von 10 bis 17 Uhr rund um die Waldschule im Haxtergrund gefeiert. Das Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn und die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne haben für diesen Tag ein vielfältiges Programm zusammengestellt.
Die biologische Station beispielsweise zeigt, wie der Obstbaumschnitt funktioniert. Zudem wird der Baum des Jahres, die Winterlinde, gepflanzt und ein Saftmobil hilft dabei, aus eigenen Früchten Saft herzustellen. Weiter informieren Imker über die Rolle der Bienen, während die Rabe Märchen für Jung und Alt erzählt.
Neben zahlreichen weiteren Programmpunkten gibt es auch eine Apfelsortenbestimmung. Wer schon immer einmal wissen wollte, welche Namen die Äpfel tragen, die im eigenen Garten wachsen, kann sich bei Pomologe Jens Pallas aus Münster informieren. Er stellt seine Sortenkenntnis zur Verfügung und wird sicherlich für manches Aha-Erlebnis sorgen.
An einer Sortenbestimmung Interessierte sollten von einer Apfelsorte mindestens drei einwandfreie, sonnengereifte Früchte mitbringen. Für jede bestimmte Sorte wird ein Unkostenbeitrag von 2 Euro erhoben. Auch in diesem Jahr fahndet die Stadt Paderborn nach seltenen, lokalen Obstsorten und unterstützt damit das NRW-Projekt zum Erhalt der genetischen Vielfalt im Obstbau. Es werden Hinweise auf Standorte von Apfelsorten, wie dem Paderborner Seidenhemdchen, dem Elsener Rosenapfel, dem Bürener Zitronenapfel oder der Liboribirne, gesucht.
Jeder, der Angaben zu den genannten Sorten oder zu anderen für den Kreis Paderborn typischen Lokalsorten machen oder sogar Belegfrüchte mitbringen kann, sollte am Streuobsttag zum Stand des Sortenbestimmers kommen. Entsprechende Informationen werden auch gerne per E-Mail unter g.moritzpaderbornde entgegengenommen. Bei der Neuanlage von Streuobstwiesen kann dann auf bekannte Baumstandorte zurückgegriffen und die Obstsorte durch Veredelung erhalten werden.