Bischof Imad stiftete neuen Liborischrein
Festvortrag der Liborius-Gesellschaft steht im Zeichen von Dom und Bartholomäuskapelle
Die Gesellschaftervertreter der Liborius-Gesellschaft haben Prof. Dr. Bergit Peters von der Katholischen Hochschule zur diesjährigen Festrednerin am Samstag, 28. Oktober, um 20 Uhr im Historischen Paderborner Rathaus gewählt, wie Geschäftsführer Prof. de Vry mitteilte. Dabei steht die diesjährige Festveranstaltung bewusst im Rahmen der Feiern zum Jubiläum des Imad-Doms und der Bartholomäuskapelle.
Thema des Vortrages wird sein: „Im Grunde war alles nach Hause geschrieben (Marie Luise Kaschnitz) - Heimat, was ist das?“.
Bischof Imad fertigte im 11. Jahrhundert einen mit kostbaren Edelsteinen besetzten Schrein für die Reliquien des hl. Liborius an, der in dieser Zeit neben Maria und Kilian zum Hauptpatron des Hohen Domes aufsteigt. Seine berühmter mittelalterlicher Schrein, in dem die Reliquien „behütet und bedacht“ waren, war gut 500 Jahre in Gebrauch, bis ihn der Tolle Christian raubte, die Edelsteine vom Schrein entfernte und das Silber in Lippstadt einschmelzen ließ. Aus diesem Schrein entstanden die berühmten Pfaffenfeindtaler. Der theologische Vortrag von Prof. Peters geht auf die Frage nach „Heimat“ ein und steht in enger Beziehung zum hl. Liborius, dem Patron von Dom, Bistum und Stadt Paderborn, der auch fast 1200 Jahre nach seiner Überführung von Le Mans nach Paderborn zur Paderborner Identität und zur Heimat gehört.