Ein Sommernachtstraum auf der Landesgartenschau
Die öffentlichen Proben begeistern schon jetzt die Besucher der Landesgartenschau
Die letzten Proben vor der Aufführung des Sommernachstraumes sind in vollem Gange. Da fällt das eine oder andere Headset noch mal auf den Boden, Requisiten liegen am falschen Ort (oder eine Hauptfigur des Stückes), der Puck überholt den Technikwagen und aus den Lautsprechern dröhnt ein Pfeifen. Die insgesamt 7 Spielorte, die man während des Stückes besucht, stellen für die über 50 Akteure eine echte logistische Herausforderung dar.
Shakespeares Komödien schaffen es immer wunderbar zu unterhalten und mit einer meisterhaften Sprache zu beschwingen. Shakespeares Sommernachtstraum spielt zu großen Teilen im Wald und so bot für die Theaterpädagogin Awelina Lintermanns die Landesgartenschau mit ihrem Titel „Waldidylle und Blumenpracht“ eine perfekte Kulisse. Für die jungen Schauspieler der Theatergruppe des Kulturrucksacks stellt es überhaupt kein Problem dar, die so ganz und gar nicht alltägliche Sprache Shakespeares zu lernen. Ganz im Gegenteil: „Durch den Rhythmus und die Reimworte fällt es viel leichter, sich den Text zu merken“, so ein junger Mitspieler. Im Laufe der Zeit wurde die Theatergruppe der 10 bis 14 Jährigen von einer zweiten generationsübergreifenden Theatergruppe unter der Leitung von Christel Brüning unterstützt. Aus den beiden Gruppen ist ein starkes Team geworden. Man hilft sich beim Ankleiden und beruhigt sich, wenn die Aufregung und Nervosität eines Mitspielers zu groß wird.
Ein Chor unter der Leitung von Regine Neumüller und eine Percussiongruppe unter der Leitung von Barny Bürger verleihen der Inszenierung Charme und Stimmung. Für die mittlerweile fast zweistündige Aufführung empfiehlt Susanne Kirchner, Koordinatorin des Projektes, sich eine Sitzgelegenheit mitzubringen.
Die Premiere startet am Freitag, 1. September, um 18 Uhr an der blauen Friedensherde auf der Landesgartenschau. Am Mittwoch, 6. September, wird es eine Vormittagsvorstellung um 11 Uhr geben, zu der sich auch Gruppen und Schulklassen eingeladen fühlen dürfen. Die Akteure freuen sich auch auf zahlreiche Besucher bei der letzten Aufführung am Freitag, 15. September, um 18 Uhr. Für den Besuch des Stückes ist nur der Eintritt der Landesgartenschau erforderlich.