Entwicklungskonzept Flusslandschaft Pader
Umsetzung läuft in drei Bereichen
Es geht rund im Paderquellgebiet - gleich an drei Stellen wird das 2014 erstellte und politisch beschlossene Konzept zur Weiterentwicklung des Paderquellgebietes zurzeit umgesetzt. Die Arbeiten konzentrieren sich momentan auf den Bereich des „Mittleren Paderquellgebietes“. Hier wird die Brücke samt Unterführung an der Kreuzung von Padersteinweg und Heierswall neugebaut, sowie die Maspernpader im angrenzenden Bereich renaturiert und auch die Busparkplätze vor der Paderhalle werden erneuert und vergrößert.
Für diese drei Maßnahmen bekommt die Stadt Paderborn finanzielle Mittel aus verschiedenen Förderprogrammen. So gibt es für den Neubau von Brücke und Unterführung an Padersteinweg und Heierswall Fördermittel im Rahmen der Städtebauförderung. Die jetzt deutlich breitere Brücke soll in Zukunft den Bereich für Fußgänger und Radfahrer sicherer machen und eine Aussichtsplattform soll Passanten die Möglichkeit geben, den Zusammenfluss der verschiedenen Paderarme an dieser Stelle zu betrachten. Bis Januar sollen die Arbeiten an dieser Stelle andauern.
Für die Umgestaltung und Renaturierung der Maspernpader gibt es 250.000 Euro Fördermittel des Landes, da hier die EU-Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt wird. Insgesamt liegen die Kosten für diesen Bereich bei 450.000 Euro. Die Maspernpader wird in diesem Bereich aus ihrem Betonbett befreit und wieder einen naturnahes Flussbett bekommen, damit aber auch deutlich weiter in die Wiese hineinragen. Das Entfernen der Stufen im jetzigen Flussbett sorgt dafür, dass auch die Fische wieder die Maspernpader flussaufwärts wandern können. Noch bis zum Frühjahr 2018 sollen die Arbeiten zur Renaturierung dieses Quellarms andauern.
Die Umgestaltung der Busparkplätze vor der Paderhalle gehört zu den Projekten, die im Rahmen der „Nationalen Projekte der Städtebauförderung“ finanziell unterstützt werden. Hierbei handelt es sich um speziell ausgewählte Projekte der Städtebauförderung, sogenannte Premiumprojekte, die mit Bundesmitteln gefördert werden, in Paderborn mit rund 2,2 Millionen Euro. Die Busparkplätze auf dem Maspernplatz werden neu angeordnet und länger. Die Anzahl der Busparkplätze bleibt gleich, aber die Parkplätze werden in Zukunft deutlich komfortabler angefahren werden können und den aktuellen Anforderungen der modernen Busse entsprechen. Rechtzeitig zu Lunapark sollen die neuen Busparkplätze fertig sein. Im Februar, wenn die Saison für Bälle in der Paderhalle beendet ist, werden aber parallel die Arbeiten am Paderhallen-Vorplatz beginnen. Dieser soll repräsentativer und größer werden und Besucher und Bürgern eine ansprechende Willkommens-Situation bieten. Außerdem wird der Vorplatz so umgebaut, dass man die Toiletten in der Paderhalle zukünftig auch von außen barrierefrei erreichen kann.
Vom Frühjahr bis Herbst 2018 werden die Arbeiten entlang des Fuß- und Radweges seitliche der Dielenpader beginnen. Auch hier werden die Oberfläche und Beleuchtung sowie das Geländer erneuert. In diesen Bauabschnitt fällt auch die Umgestaltung des Eingangs zum Jugendkulturzentrum MultiCult und des DROBS. Ein weiterer wichtiger Baustein des „Nationalen Projektes“ ist die Neugestaltung des „Haxthausengartens“ hinter der Paderhalle. Durch den Abriss des maroden Verwaltungsgebäudes samt der Garagen und Mauern kann hier eine Gartenfläche mit einem neuen beleuchtetem Wegenetz aus wassergebundener Wegedecke entstehen. Die Grünflächen werden ansprechend gestaltet und das denkmalgeschützte Kellerfragment des ehemaligen Adelshofes der Familie von Haxthausen wird freigestellt und in den Garten integriert. Der Zeitdruck in diesem ersten Bauabschnitt ist enorm. Bis Ende 2018 müssen die Fördermittel abgerufen und die Baumaßnahme in diesem ersten Abschnitt beendet sein.
Der zweite Bauabschnitt, vom Inselspitzenweg bis zum südlichen Eingang des Paderquellgebiets am Brauhaus, soll schon parallel im Mai 2018 beginnen und 2019 beendet werden. Auch die Umgestaltung des zurzeit noch brach liegenden Kehl-Schwarze- Geländes fällt in diesen Bauabschnitt. Die Pader wird naturnah gestaltet und erlebbarer gemacht. Hierfür fließen zusätzlich zu den Fördermitteln vom Bund noch 0,6 Millionen Euro vom Land nach Paderborn für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie.
Die Stadt Paderborn bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die entstehenden Einschränkungen während der zahlreichen Baumaßnahmen im Paderquellgebiet. Es ist leider nicht vermeidbar, Fußwege und Verbindungen kurzzeitig zu sperren, nach Möglichkeit werden diese aber sobald es die Verkehrssicherheit zulässt, wieder freigegeben.