Umgestaltung der Beke in Neuenbeken

Hochwasserschutz und Gewässerqualität soll verbessert werden

© Stadt PaderbornPressetermin Umgestaltung Beke, Lea Giesen, Neuenbeken
© Stadt PaderbornUmgestaltung Beke in Neuenbeken, Lea Giesen, Neuenbeken

Bereits seit Oktober dieses Jahres laufen die Arbeiten zur Umgestaltung der Beke in Neuenbeken, einer Gemeinschaftsaktion von der Stadt Paderborn und dem Wasserverband Obere Lippe (WOL). Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Dreier verschafften sich jetzt vor Ort einen Überblick über den Stand der Arbeiten.

Insgesamt soll die Beke auf einer Länge von 5,3 Kilometern umgestaltet werden. Einerseits um den Hochwasserschutz zu verbessern, andererseits um die ökologische Qualität der Beke zu steigern und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Aber nicht nur das, auch das Ortsbild von Neuenbeken wird sich durch die Maßnahme positiv verändern, da sind sich Bürgermeister und Landrat mit dem Ortsvorsteher von Neuenbeken Christoph Quasten einig. Betonwände, die die Beke einst einfassten, werden durch Bruchsteine verkleidet und in vielen Abschnitten werden die Uferbereiche der Beke sogar begehbar und naturnah gestaltet werden.

Rund 2,6 Millionen Euro kostet der Umbau der Beke, das bisher größte Bauprojekt für Neuenbeken. 2,4 Millionen Euro sind davon schon für den ersten, innerorts liegenden Bauabschnitt zwischen Gogrevenstraße und der Firma Glas Peters fällig. Hierbei handelt es sich mit einer Länge von nur einem Kilometer zwar um den kürzeren, aber technisch und organisatorisch anspruchsvolleren Bauabschnitt. Nicht nur die Uferbereiche der Beke werden hier bearbeitet, sondern auch zwei Brücken müssen hier noch erneuert werden. Der zweite Bauabschnitt, der bis zur Grenze nach Altenbeken führt, schlägt obgleich einer Länge von 4,3 Kilometern, nur mit voraussichtlich 190.000 Euro zu Buche. Insgesamt müssen Stadt und WOL aber nur 20 Prozent der Kosten tragen, die restlichen 80 Prozent trägt das Land.

Bereits im Sommer 2005 ist die Idee entstanden die Beke umzugestalten, damals noch in Verbindung mit einem Dorferneuerungsplan für Neuenbeken. In der weiteren Entwicklung verlagerte sich der Schwerpunkt dann aber vor dem Hintergrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der zunehmenden Hochwassergefahr in Zeiten des Klimawandels auf die reine Umgestaltung der Beke. Die naturferne Ausprägung der Beke und der schlechte Zustand der Brücken und Ufermauern zeigten Handlungsbedarf. Nach der Umgestaltung wird der Hochwasserschutz der Beke auch einer Jahrhundertflut standhalten können. Die Maßnahme stellt damit einen wichtigen Lückenschluss im Hochwasserschutz für Paderborn dar, nachdem in den letzten Jahren bereits Hochwasserschutzmaßnahem an der Beke in Marienloh und Altenbeken durchgeführt wurden.