Ein Appell für den Frieden
Ausstellung bis 10. März auf dem Bürgermeisterflur
Die Wanderaustellung „Ein Appell für den Frieden“ des aus dem Irak stammenden Künstlers Naseer Yassin Khider Alshabani ist jetzt auf dem Bürgermeisterflur in der Stadtverwaltung am Abdinghof offiziell eröffnet worden.
Die Eröffnung durch Bürgermeister Michael Dreier geschah im Rahmen des Integrationsprojektes des Caritasverbandes im Dekanat Büren. „Sie lassen uns mit Ihren Bildern daran teilhaben, was es heißt, alles zu verlieren. Sie sind ein Botschafter für den Frieden auf der Welt“, erklärte der Bürgermeister in seiner Ansprache an den Künstler und die Besucher der Eröffnung. Mit 3.415 in Paderborn lebenden Flüchtlingen sei es wichtig, einen Appel für den Frieden an den Tag zu legen. Für rund 600 aktive Menschen in 35 ehrenamtlichen Hilfsorganisationen in Paderborn sei es die wichtigste Aufgabe, Integration zu schaffen. Daran orientiert sich die Ausstellung von Naseer Yassin.
Der Künstler, der im Oktober 1984 im Irak geboren worden ist, lebte bis 2015 mit seiner Frau und zwei Kindern in Badgad. Dort machte er jeweils 2006 und 2014 Abschlüsse am Institut für bildende Kunst und an der Universität von Bagdad im Fachbereich Grafik-Design. Er arbeitete als Kunstlehrer, Fotograf und Journalist.
Mit den zunehmenden Unruhen erfuhr Naseer Yassin zuletzt eine Unterdrückung durch die dort kämpfenden Soldaten, weil er über die Wahrheit der Zustände in Bagdad berichtete. 2015 flohen er und seine Familie schließlich über die Türkei und das Mittelmeer bis nach Salzkotten, wo die Familie heute mit drei Kindern lebt.
Im Mai 2016 suchte Naseer Yassin die Beratungsstelle des Caritasverbandes im Dekanat Büren auf, um sich mit dem Gemälde „Pray for Peace – betet für den Frieden“ als Geschenk für die ihm und seiner Familie zugekommene Hilfe zu bedanken. Die Beratungsstelle unter Leitung des Sozialpädagogen Abel Akindejoye erkannte das große Potential des ehemaligen Kunstlehrers und unterstützte ihn sowohl mental als auch finanziell, um weitere Bilder malen zu können und damit diese Ausstellung zu ermöglichen.
Die 20 Acrylgemälde, die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigen den Weg seiner Reise von einem friedlichen Badgad mit seinen Brücken und Denkmälern über ein brennendes und blutendes Bagdad bis hin zur Flucht über das Mittelmeer nach Paderborn. „Meine Botschaft und Hoffnung für die ganze Erde: Betet für den Frieden“, wünschte sich der 32 Jahre alte Künstler.
Noch bis zum 10. März kann die Ausstellung auf dem Bürgermeisterflur am Abdinghof zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung besichtigt werden.