627 Einwohner mehr im Jahr 2016
Bevölkerungsentwicklung der Stadt Paderborn
Im Jahr 2016 ist die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn um 627 Personen (0,4 Prozent) angewachsen. Das entspricht dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2006 bis 2014. In 2015 war die Bevölkerungszahl aufgrund des starken Zuzugs von Flüchtlingen um 2.428 Einwohner angestiegen. Die Bevölkerungszahl liegt jetzt bei 150.235 Einwohnern, die 150.000er-Marke wurde erstmals am 1. November 2016 überschritten.
Im Laufe des Jahres hat auch die Zahl der ausländischen Mitbürger weiter zum Wachstum beigetragen. Zurzeit leben 17.134 Personen mit nicht-deutschem Pass in Paderborn. Das sind 582 (3,5 Prozent) mehr als am Jahresende 2015. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt jetzt 11,4 Prozent (2015 = 11,1 Prozent). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Mitbürger aus Syrien um 292 Personen auf jetzt 2.011 Personen. Damit stellen die Syrier nun die stärkste Gruppe von Ausländern in Paderborn und haben im November 2016 die türkische Gemeinschaft abgelöst. Aber auch aus Afghanistan (+107, jetzt 403), aus dem Iran (+51, jetzt 217) sowie aus dem Irak (+34, jetzt 361) sind viele Menschen neu nach Paderborn gekommen. Am stärksten zurückgegangen ist die Zahl der rumänischen Mitbürger (-77, jetzt 413 Personen), was ganz unmittelbar auf die Schließung des Westfleisch-Schlachthofes zurückzuführen ist.
Ein deutlich positives Ergebnis weist die "natürliche Bevölkerungsbewegung" auf. Dabei war die Geburtenzahl mit 1.589 Babys die zweithöchste der vergangenen fünfzehn Jahre (2015 = 1.612, 2014 = 1.484). Da auch in den beiden Vorjahren die Geburtenzahl bereits deutlich höher ausgefallen ist, hat das in den kommenden Jahren zwangsläufig Auswirkungen auf Kindergärten und Grundschulen. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 1.207 (Vorjahr = 1.279) zum dritten Mal in vier Jahren über 1.200. Da immer mehr Menschen ein Alter über 80 Jahre erreichen, wird die Zahl der Sterbefälle in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Aus Geburten und Sterbefällen ergibt sich somit ein natürlicher Saldo von +382. Höher war der Geburtenüberschuss zuletzt nur 2001.
Die sogenannten Wanderungen trugen den etwas geringeren Teil zum Bevölkerungswachstum bei. Dabei war die Zahl der 9.257 Zuzüge (2015 = 10.694) niedriger als im Vorjahr aber dennoch der zweithöchste Wert nach 1991. 2015 spielt die hohe Zahl an aufgenommenen Flüchtlingen mit rund 1.850 Personen eine große Rolle. Die Fortzugszahl erreichte mit 9.012 Personen einen neuen Höchststand (2015 = 8.599). Im Vorjahr war bisher die höchste Anzahl an Fortzügen verzeichnet worden. Beide zusammen ergaben einen Wanderungsgewinn von nur +245 Personen (2015 = +2.095, 2014 = +1.182).
Den stärksten Zuwachs unter den Stadtteilen hatten in 2016 die Kernstadt (+291) und Elsen (+150), gefolgt von Schloß Neuhaus (+82), Neuenbeken (+70), Wewer (+47) und Benhausen (+30). Die anderen Ortsteile wuchsen nur geringfügig oder schrumpften sogar (Marienloh +7, Dahl -21, Sande -29).
Bei den Altersgruppen waren die Entwicklungen unterschiedlich. Reduziert hat sich in 2016 trotz des Bevölkerunsgwachstums die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren (-1,3 Prozent) und die Zahl der Erwachsenen zwischen 35 und 54 (-1,2 Prozent). Alle anderen Altersgruppen wuchsen oder stagnierten. Am stärksten ist der Zuwachs bei den Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren mit +4,1 Prozent. Aber auch die Zahl der Kleinkinder unter drei Jahren (+2,6 Prozent) und der Erwachsenen von 55 bis 64 (+2,5 Prozent) haben deutlich zugenommen.