Abfallwirtschaft auf hohem Niveau

Positive Jahresbilanz des ASP für 2016

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Erneut kann der städtische Eigenbetrieb ASP (Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb) auf ein sowohl ökologisch als auch ökonomisch erfolgreiches Geschäftsjahr im Bereich Abfallentsorgung zurückblicken. 24.000 Tonnen Restabfall und 46.000 Tonnen Wertstoffe wurden im vergangenen Jahr von den Mitarbeitern bewegt. Durch die gelbe Wertstofftonne, die seit Januar 2016 regelmäßig geleert wird, konnte der Trend, dass der Restmüll zugunsten der Wertstoffe seit einigen Jahren zurückgeht, weiter befördert werden.
Da über die Wertstofftonne neben den Verpackungen auch sonstige Abfälle aus Kunststoff und Metall gesammelt werden, wurden mit 5 kg pro Einwohner und Jahr zusätzliche Mengen für das Recycling gewonnen. Die Restmüllmenge hat damit den niedrigsten Stand seit 2004 erreicht.

Bei der Summe der gesammelten Wertstoffe bewegen sich die Paderborner Mengen auf vergleichsweise hohem Niveau. Mit 300 kg pro Person und Jahr liegt unsere Stadt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 267 kg (2015), das bedeutet eine Recyclingquote von 64,8 % in Paderborn im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 59 %. Diese Wertstoffe gelangen zurück in den Kreislauf und tragen so zum Ressourcen- und Klimaschutz bei. Ein weiterer Vorteil: Mit einigen Wertstoffen lassen sich mittlerweile Erträge erzielen.

Aufgrund dessen kann sich auch das wirtschaftliche Ergebnis sehen lassen: „Wir schließen besser ab als kalkuliert“ berichtete ASP-Leiter Reinhard Nolte kürzlich im zuständigen Betriebsausschuss. In seinem vorläufigen Jahresabschluss kommt er demnach in der Sparte Abfallwirtschaft bei einem Umsatz von 12,7 Mio € (Vorjahr 10,5 Mio €) trotz zum Teil gestiegener Kosten zu einem gegenüber dem Planansatz verbesserten Ergebnis von fast 200.000 €. Dieser Überschuss, der in die Rücklage eingestellt werden soll, dient dazu, zukünftige Kostensteigerungen zu kompensieren. „Wenn keine unvorhergesehenen Dinge passieren, können wir die vergleichsweise äußerst niedrigen Entsorgungsgebühren auch noch 2018 halten“, freut sich Bürgermeister Michael Dreier über das hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis des Betriebes.

Auch im laufenden Jahr werden beim ASP die Hände nicht in den Schoß gelegt. Zur Zeit ist die Erweiterung des Recyclinghofes An der Talle mit einem derzeit geschätzten Kostenvolumen i. H. v. 1,8 Mio € in der Planung. Hintergrund hierfür sind gesetzliche Anforderungen einhergehend mit einer Steigerung der Einfahrten um ca. 25 % in den letzten 5 Jahren, wodurch die Einrichtung bereits an vielen Tagen im Jahr an ihre Kapazitätsgrenzen stößt. Reinhard Nolte: „Die Recyclinghöfe haben sich zu einer wichtigen Säule für die Wertstoffsammlung in Paderborn entwickelt. Durch die Erweiterung soll insbesondere auch der Komfort bei der Anlieferung verbessert, sowie der Kundenverkehr noch deutlicher vom Werksverkehr getrennt werden.“
Große Besucherströme, wie sie besonders an Samstagen auftreten, sollen damit weiterhin sicher und zügig abgewickelt werden können.