LIBORI 2017: Paderborns fünfte Jahreszeit

Einmalige Mischung aus Kirche, Kirmes und Kultur vom 22. bis 30. Juli

© Stadt PaderbornLibori, Matthias Groppe

Es ist wieder so weit: Vom 22. bis 30. Juli lädt Paderborn zum traditionellen Libori-Fest ein. Die Erhebung des Goldenen Schreins mit den Gebeinen des Heiligen Liborius, dem Schutzpatron des Erzbistums Paderborn, und die Eröffnungszeremonie mit Bürgermeister Michael Dreier am Samstag, 22. Juli, um 16 Uhr vor dem historischen Rathaus markieren den Auftakt von Paderborns „fünfter Jahreszeit“. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie ziehen die etwa 400 Ehrengäste unter Führung einer Kapelle in die Almhütte auf dem Liboriberg, wo das Stadtoberhaupt den traditionellen Bieranstich übernimmt.

Libori zählt zu den größten und ältesten Volksfesten Deutschlands. Neun Tage lang feiert Paderborn ein Fest, das mit einer faszinierenden Mischung aus kirchlichen Feierlichkeiten und weltlichem Vergnügen überzeugt und zu den zehn besten deutschen Volksfesten gehört. Beeindruckende Zeremonien und Prozessionen lassen Geschichte lebendig werden, ein buntes Markt- und Kirmestreiben mit vielen kulturellen Höhepunkten lädt zum Feiern ein. Weit mehr als eine Million Besucher werden in dieser Woche in Paderborn erwartet. Dass die Stadt viele internationale Freunde hat, wird dieses Jahr zu Libori erneut deutlich. Paderborn darf sich über Besuch aus den Partnerstädten Belleville (USA), Bolton (Großbritannien), Debrecen (Ungarn), Pamplona (Spanien), Przemysl (Polen) und Le Mans (Frankreich) freuen.

Besonders im Fokus stehen in diesem Jahr jedoch die Gäste aus Le Mans, mit denen Paderborn nicht nur 50 Jahre Städtepartnerschaft feiert, sondern auch den bereits zwölf Jahrhunderte bestehenden „Liebesbund ewiger Bruderschaft“. Denn das Libori-Fest hat einen religiösen Ursprung, der mit der Stadt Le Mans eng verknüpft ist: Kirche und Stadt feiern an Libori die Überführung der Gebeine des Heiligen Liborius im Jahr 836 von Le Mans nach Paderborn. Dieses Ereignis war Grundstein für den Liebesbund zwischen den beiden Städten, daraus hervorgegangen ist die wahrscheinlich älteste funktionierende Städtepartnerschaft der Welt.

Im Mittelpunkt des weltlichen Libori-Festes steht die Kirmesmeile in der Innenstadt mit 154 Schaustellern auf dem Liboriberg und 166 Marktkaufleuten auf dem Markt- und Domplatz. Insgesamt lagen dafür etwa 1.300 Bewerbungen vor. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine 1,6 Kilometer lange Kirmesfront auf dem Liboriberg freuen. Die Verkaufsreihen auf dem Pottmarkt rund um den Dom sind etwa einen Kilometer lang. Mit den zusätzlichen Veranstaltungsflächen im kirmesnahen Bereich - Westernstraße, Jühenplatz, Marienplatz, Franz-Stock-Platz, Rathausplatz, Kamp und Grube - kommt nochmals rund ein Kilometer Kirmesmeile hinzu. So gibt es auf insgesamt 3,6 Kilometern genügend Möglichkeiten für Jung und Alt, ein entsprechendes Programm zu finden.

Bis heute zeichnet sich die Familienkirmes auf dem Liboriberg durch eine ganz besondere Mischung aus spektakulären Neuheiten und traditionellen Karussells aus. Mit 48 Metern Höhe und 36 Gondeln zählt das Riesenrad der Firma Wilhelm und Söhne nicht nur zu den größten der Welt, sondern ist seit Jahrzehnten Blickfang des Liborifestes. Für Nervenkitzel sorgt der Jules-Verne-Tower. Der mobile Riesenkettenflieger mit einer Höhe von 80 Metern ist neu auf dem Markt und dazu ein echter Hingucker. Nichts für schwache Nerven ist auch das Fahrgeschäft „Jekyll and Hyde“, das Spaß auf 42 Metern Höhe und eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h bietet. Bereits Kinder ab sechs Jahren können eine rasante Fahrt im „Hexentanz“ erleben. Eine Wildwasserbahn steht in diesem Jahr ebenfalls auf dem Liboriberg - „Auf Manitus Spuren“ geht es durch eine Kanallänge von 380 Metern. Neu mit dabei sind die Laufgeschäfte „Fuzzy’s Lachsaloon“, das sich über fünf Etagen erstreckt, und „Ghost“, eine Kombination aus Glas-Irrgarten und Geisterlabyrinth. Für Tradition steht das „Paderborner Pferdekarussell Anno 1886“, ein mehr als 100 Jahre altes Karussell mit liebevoll lackierten Holzpferden und Kutschen. Ebenso wenig wegzudenken wie das Pferdekarussell sind Kirmesklassiker wie Autoscooter, Breakdancer und Musikexpress. Für die kleinen Kirmesbesucher sorgen Kinderfahrgeschäfte und ein Trampolin für reichlich Abwechslung.

Der Bierbrunnen ist in Kombination mit einem bunten Unterhaltungsprogramm vor dem historischen Rathaus eine der täglichen Attraktionen des Paderborner Libori-Festes. Dort kann der durstige Gast den als Souvenir begehrten Libori-Krug erwerben, den ihm anschließend der „Jubelhennes“ füllt. Ein weiterer Blickfang vor dem historischen Rathaus ist die Kulturbrunnen-Bühne, auf der ein täglich wechselndes Programm geboten wird. Hier spielen zum Auftakt am ersten Libori-Samstag die Reggae-Helden von Dreadnut Inc., die den Rathausplatz mit ihrer Performance bereits in den Vorjahren zum Kochen gebracht haben. Ebenfalls mit dabei sind unter anderem die jungen Newcomer von Giant Rooks aus Hamm, die beliebte Paderborner Band Goodbeats und Fools Garden. Letztere landeten 1995 mit „Lemon Tree“ einen Superhit und überzeugen noch immer mit ihrem britischen Sound sowie einem breiten musikalischen Spektrum.

Ein beliebter Treffpunkt ist in jedem Jahr der Franz-Stock-Platz, der beim vergangenen Libori-Fest seine Premiere als „Platz der kleinen Künste“ gefeiert hat. Hier laden auch dieses Mal von 15 bis 18 Uhr Gaukler und Artisten zum Staunen ein, während von 19 bis 21 Uhr verschiedene Bands und Musiker ein alternatives Musikprogramm bieten. Als Pendant zum beliebten Bierbrunnen für Erwachsene gibt es auf dem „Platz der kleinen Künste“ erstmals einen Limobrunnen für Kinder.

Ebenfalls immer gut besucht ist die „Almhütte“ auf dem Liboriberg. Mit Spezialitäten aus der Tiroler Küche, frisch gezapftem Bier sowie den originalen Weinen und Obstbränden aus den Alpenregionen verwöhnt Wirtin Nina Renoldi ihre Gäste. Die Band Alpenstarkstrom sorgt für beste Hüttengaudi. In der Libori-Lounge auf dem Jühenplatz können die Gäste eine kulinarische Weltreise genießen, attraktive Lichtinszenierungen erleben und den Klängen der Lounge-Musik lauschen. Des Weiteren erwartet die Besucher auf der „Plaza Europa“ eine Vielzahl an Ständen, die Speisen und Getränke aus mehreren Ländern bereithalten. Weitere Publikumsmagneten sind viele tolle Biergärten, die es nur zu Libori gibt.

Den traditionellen Abschluss des Libori-Festes bildet das große Sparkassen-Libori-Feuerwerk am letzten Libori-Sonntag ab etwa 22.30 Uhr.

Die Kirmes auf dem Liboriberg kann am Eröffnungstag von 14 bis 24 Uhr und an den übrigen Tagen von 11 bis 24 Uhr besucht werden. Der Pottmarkt auf dem Markt- und Domplatz lädt am Eröffnungstag von 12 bis 20 Uhr, an den beiden Sonntagen von 11 bis 20 Uhr und an den übrigen Tagen von 9 bis 20 Uhr zum Bummel ein.