Gedenken bewahren

Ausstellung im Einwohneramt eröffnet

© Stadt PaderbornAusstellung des Deutschen Riga-Komitees, Ricarda Michels, Einwohneramt Stadt Paderborn

Noch bis zum 7. April ist die Wanderausstellung „Bikernieki – Wald der Toten“ des Deutschen Riga-Komitees in der Schalterhalle des Einwohneramtes der Stadt Paderborn zu sehen.
Die 16-teilige Ausstellung zeigt die Deportation von über 25.000 deutschen Juden nach Riga in den Jahren 1941/42, ihre Ermordung im Wald von Bikernieki und das Gedenken daran.
Die ausdrucksstarken Bilder laden dazu ein, nachzudenken.
„Es ist unsere Aufgabe, den Betroffenen durch das Erinnern ein Teil der Würde, die ihnen genommen wurde, zurückzugeben.“, hob Bürgermeister Michael Dreier hervor, der die Ausstellung am Dienstag, 7. März, gemeinsam mit Landrat Manfred Müller eröffnete.
„Die Ausstellung soll jüdischen Mitbürgern und dem Ort ihres Todes ein Gesicht geben“, so Müller.
Die Fotografien können am Montag von 7.30 bis 16 Uhr, am Dienstag und Mittwoch von 8 bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12.30 sowie von 14 bis 18 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 12 Uhr besichtigt werden.
Das Deutsche Riga-Komitee wurde am 23. Mai 2000 von Repräsentanten von 13 deutschen Großstädten gemeinsam mit dem Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Berlin gegründet. Inzwischen gehören ihm 55 Städte an. Das Komitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, das persönliche Andenken an die Betroffenen zu bewahren.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge möchte besonders junge Leute dazu anregen, die Vergangenheit zu reflektieren. „Jugendbegegnungen im In- und Ausland schaffen ein lebendiges Gedenken“, erklärt Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer Deutsche Kriegsgräberfürsorge.