„Jephtha“ im Theater Paderborn
Aufführung des Landestheaters Detmold am kommenden Sonntag
Selten öffnet sich im Theater Paderborn am Neuen Platz der Orchestergraben, aber am kommenden Sonntag, 28. Mai, um 18 Uhr ist es wieder so weit: Georg Friedrich Händels Oratorium „Jephtha“ wird aufgeführt. Das Landestheater Detmold spielt das dramatische Oratorium von Georg Friedrich Händel in szenischer Fassung mit Orchester, Chor und Solisten in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Es ist eine Geschichte aus dem Alten Testament. Als die Israeliten im Streit mit ihren Nachbarn in arge Bedrängnis kommen, erinnern sie sich an Jephtha, der einst vertrieben worden war und in der Fremde ein erfolgreicher Kriegsherr geworden ist. Man holt ihn als Oberkommandierenden der Streitkräfte ins Land zurück. Als Preis verlangt Jephtha im Fall eines Auftragserfolges die Berufung zum politischen Führer. Um sich Gottes Beistands zu versichern, schwört er einen fatalen Eid: „Was zu meiner Haustür heraus mir entgegen geht, wenn ich mit Frieden wiederkomme, das soll des Herrn sein, und ich will’s opfern.“ Er gewinnt den Krieg und bringt Frieden mit. Der erste Mensch, der ihm aus der Haustür entgegen kommt, ist seine Tochter.
Den Eid mit seinen unabsehbaren Folgen macht Händel zum zentralen Thema seines Oratoriums über Liebe und Krieg, Willkür und fehlgeleitete Gottesfurcht.
Um 17 Uhr gibt Elisabeth Wirtz im Foyer des Theaters eine Einführung in das Stück.
Karten sind zum Preis von 8 bis 25 Euro an der Theaterkasse Paderborn und im Ticket-Center am Marienplatz unter Tel. (0 52 51) 29 97 50 erhältlich.