Lust und Frust des Sammelns

Vortrag anlässlich der Ausstellung „Diskretion“

© Alex KatzTracy
© Max LiebermannBadende Knaben im Meer

Am Dienstag, 30. Mai, findet in der Städtischen Galerie in der Reithalle Schloß Neuhaus um 18.15 Uhr der Vortrag „Lust und Frust des Sammelns“ statt. Anlässlich der Ausstellung „Diskretion! Werke aus Paderborner Privatbesitz“, die noch bis Sonntag, 25. Juni, in der Städtischen Galerie zu sehen ist, kommen zwei erfahrene Kunstmarktbeobachter zusammen, um ein Gespräch über die verschiedenen Arten des Sammelns und über die Breite von Sammelgebieten zu führen.

Während des Vortrags stehen verschiedene Fragen und Denkanstöße im Mittelpunkt. Das Sammeln von Kunst ist gesellschaftlich anerkannt, das von trivialen Objekten wie Bierdeckeln, Briefbeschwerern oder Bildern aus Menschenhaar wird nicht selten als Marotte abgetan. Aber wo genau verläuft die Grenze? Wann wird die Lust am Sammeln zur Leidenschaft und wann wird sie zur Besessenheit und sprengt die räumlichen wie finanziellen Möglichkeiten des Sammlers? Oft ist es ein zufälliger Gelegenheitskauf, der den Auslöser für den Sammlervirus bildet. Den betuchten Sammler führte der Weg zum vertrauenswürdigen Kunsthändler oder Galeristen, mit dem guten Gespür für junge Künstler mit Potenzial. Seit zwei Jahrzehnten tummeln sich die Jäger und Sammler aber immer mehr auf Auktionen und im Internet, wo Preise verglichen werden können und sich unbegrenzt viele Informationen finden lassen. Umtriebige Händler, denen der Sammler in die Falle gehen kann, finden sich allerdings überall.

Dabei nehmen die Kunstmarktbeobachter, Dr. Silke Köhn und Dr. Oliver Gradel, die vielfältigen Aspekte dieser alten Leidenschaft des Menschen so kenntnisreich wie unterhaltsam ins Visier.