"Geheimnisvolle Wüstenflieger - Schieferfalken im Oman"

Filmvorführung vom 14. auf den 21. November verschoben

© Robin JähneFalkenweibchen
© Robin JähneSchieferfalke

Eine Filmvorführung des Naturfilmers Robin Jähne, die im Jahresprogramm des Naturwissenschaftlichen Vereins ursprünglich für Dienstag, 14. November, angekündigt worden ist, muss um eine Woche verschoben werden. Sie findet am 21. November um 19:30 Uhr im Naturkundemuseum im Neuhäuser Marstall statt und trägt den Titel „Geheimnisvolle Wüstenflieger – Schieferfalken im Oman“.

Der Bestand der seltenen Schieferfalken geht weltweit zurück. Das staatliche Büro für den Schutz der Umwelt im Oman (OCE) startete zusammen mit internationalen Experten ein Forschungsprogramm mit dem Ziel, diesen einzigartigen Greif zu erhalten. Ein Deutsch-Omanisches Naturfilmteam begleitete die Arbeiten. Filmer Robin Jähne setzte eine ganz neue Technik ein, die es möglich machte, den Lebenszyklus des scheuen Falken hautnah zu erleben.
Auf einer kleinen, felsigen Insel entstanden die Aufnahmen der Jungtierentwicklung. In einer kleinen Felshöhle auf einer Klippe stand die Kamera direkt im Nistbereich der Falken. Die Aufnahmen wurden 300 Meter weit in eine Felsnische per Funk übertragen. Im Schutz eines aufgespannten Sonnensegels, das bei etwa 50 Grad notdürftig Schatten spendete, steuerte Robin Jähne die Kamera. So konnte er Aufnahmen aus wenigen Zentimetern Entfernung vom Geschehen in der Bruthöhle machen, ohne die Falken zu stören. Wenn die Falken dabei zeitweise sogar auf der Kamera saßen, dann zeigt das, dass die Technik die Vögel nicht störte und als Teil der Umgebung akzeptiert wurde. Dabei kam es allerdings auch schon mal vor, dass die Falkenjungen eine Kamera umwarfen - doch auch das wurde dann eine interessante Filmszene.
Die Omanischen Wissenschaftler statteten einige Falken mit Sendern aus, und konnten so deren Wanderung über Ostafrika nach Madagaskar verfolgen. Dort finden die Schieferfalken im Winter ein reichliches Nahrungsangebot - vor allen sind es dort die Wanderheuschrecken, die auf dem Speisezettel stehen.

Ergänzend zur Filmvorführung wird Robin Jähne auch von den teilweise schwierigen Dreharbeiten berichten und sich den Fragen des Publikums stellen.
Der Eintritt ist frei.