"Lebe die Sekunde" und "#Paderbörnsch"
Videoprojekte unter professioneller Anleitung für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 26 Jahren
Er dreht gerne Filme in seiner Freizeit. Aber Workshopleiter Bartholomäus Rymek ist nicht nur künstlerisch aktiv, sondern weiß als studierter Sozialpädagoge zudem, wie er dieses Können mit Begeisterung an junge Erwachsene weitergeben kann. Mit seinen beiden Videoworkshops spricht er jetzt Interessierte von ca. 16 bis 26 Jahren an, die ihr Gefühl für Bildaufbau, Technik und Sounds in die gemeinsame Arbeit einbringen möchten. Die Workshops eignen sich auch für junge Menschen, die sich vielleicht eine berufliche Zukunft in diesem Bereich vorstellen können.
Im Videoworkshop "Lebe die Sekunde" begleitet Bartholomäus Rymek junge Erwachsene beim Schreiben eines Drehbuchs, beim Filmen und beim Filmschnitt. Der Workshop findet am kommenden Wochenende statt. Er wird voraussichtlich vom Förderer, dem Kultursekretariat NRW Gütersloh, für den Deutschen Jugendkulturpreis vorgeschlagen.
Der Workshop "Lebe die Sekunde" findet am Freitag, 08. September, von 17.30 Uhr bis 20 Uhr, am Samstag, 09. September, von 12 Uhr bis 16 Uhr, und am Sonntag, 10. September, von 12 Uhr bis 16 Uhr, im Projektraum Kö10 am Königsplatz 10, statt.
In einem weiteren Videoworkshop "#Paderbörnsk. Alte Sprache, neue Medien" rückt Bartholomäus Rymek gemeinsam mit jungen Erwachsenen filmisch das Paderborner Platt in den Mittelpunkt.
In Zeiten der Globalisierung und einer hohen Mobilität der Menschen haben Dialekte keinen leichten Stand, um ihr Überleben zu sichern. Hochdeutsch und neuer Slang beherrschen mittlerweile alle Medien unabhängig von der regionalen Zugehörigkeit. Wer dagegen Mundart spricht, verweist auf seine Herkunft, gewinnt Identität und verfügt über eine zusätzliche sprachliche Ressource. Wer Mundart spricht, der spricht mit Emotionen.
Im Workshop werden die jungen Erwachsenen vom 22. bis 24. September Wörter aus dem Paderborner Platt ins Hochdeutsche übersetzen und die Bedeutung der Wörter anhand eines Videobeitrags erklären. Was ist z.B. ein "Bangebuch" oder ein "Puttappel"? Die Beiträge werden innerhalb der Gruppe von einem professionellen Kamerateam unter Anleitung geplant, gedreht und geschnitten. Kulissen der Videos sind Paderborner Wahrzeichen oder Orte der Stadt, die den Teilnehmern wichtig sind. Auch das Stadtmuseum Paderborn wird in den Beiträgen eine Rolle spielen. Die fertigen Filme werden ab April 2018 im neuen Stadtmuseum Paderborn in der Ausstellung "Mit 17 ... Jugend in Paderborn" zu sehen sein. Dieses Projekt wird mithilfe des Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes gefördert.
Der Videoworkshop "#Paderbörnsk. Alte Sprache, neue Medien" findet am Freitag, 22. September, von 17 Uhr bis 20 Uhr, am Samstag, 23. September, von 10 Uhr bis 14 Uhr und am Sonntag, 24. September, von 10 Uhr bis 14 Uhr, im Projektraum Kö10 am Königsplatz 10, statt.
Anmeldungen für beide Workshops erfolgen direkt beim Kursleiter Bartholomäus Rymek unter der Telefonnummer 0176 32892167 oder per E-Mail infofreigeistlaborde.
Beide Workshops sind kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.