"Was bleibt?"

Themenreihe: Briten in Westfalen in zehn Objekten

© Stadt PaderbornModell der Alanbrooke Kaserne, Ines Hoischen
© Wendy FauxAlanbrooke Kaserne, Wendy Faux

Am 20. Oktober wird im neuen Stadtmuseum die Ausstellung "Briten in Westfalen" eröffnet, die in fünf Themenbereiche untergliedert ist. Der letzte trägt den Titel "Was bleibt?" und stellt Fragen nach den Folgen des Truppenabzugs: Was bleibt von den 70 Jahren Nebeneinander- und Miteinanderlebens? Was bleibt, wenn die Truppen abziehen? Und was passiert mit den freigewordenen beziehungsweise freiwerdenden Militärflächen?

In vielen Städten werden die ehemaligen Militärflächen in zivile Nutzungen umgewandelt. Dieser Prozess der Konversion ist in einigen Städten im Gang, in anderen ist er bereits abgeschlossen. In einigen Fällen findet sich dafür kein Investor und die Gelände liegen brach. In Paderborn werden insgesamt fünf Kasernenstandorte in der Stadt frei, allein im Stadtteil Sennelager sind es rund 700 Wohneinheiten.

Die Kaserne liegt im westlichen Teil der Paderborner Kernstadt und ist ca. 18 Hektar groß. Sie besteht aus 90 Gebäuden, von denen elf unter Denkmalschutz stehen.

Der Prozess der Konversion begann im Fall der Alanbrooke Kaserne im Herbst 2016. Die Kaserne war damit die erste von insgesamt fünf, die vom britischen Militär aufgegeben und an die Besitzerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), übergeben wurde.

Wegen der zentralen Lage der Alanbrooke Kaserne ist sie als Fläche für eine Wohnsiedlung sehr attraktiv. Am Planungsprozess konnten auch im Vorfeld interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen – sie konnten online oder über Workshops ihre eigenen Wünsche mit einbringen. Die Stadt Paderborn führte in Absprache mit der BImA im Herbst einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb für die Gestaltung des Areals durch, bei dem das abgebildete Modell den ersten Preis erhielt.

Briten in Westfalen. 1945-2020: Forschungs- und Ausstellungsprojekt zu einer 75jährigen Beziehungsgeschichte.
Ein Projekt der Stadt Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, der Universität Paderborn - Lehrstuhl für Neueste Geschichte / Zeitgeschichte und dem Arbeitskreis ostwestfälisch-lippischer Archive mit Unterstützung der Britischen Streitkräfte in Deutschland. Gefördert von dem Kreis Paderborn, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der NRW-Stiftung, der LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe, und den Stiftungen der Sparkasse Paderborn-Detmold.
www.briten-in-westfalen.de