Vernissage ein voller Erfolg
Ausstellung „SchwarzWeiss+1“ eröffnet
In kompletter Stille eröffnete Tashina Mende, Pantomimin aus Münster, jetzt im Forum Junger Künstler im Gewölbesaal des Bürgerhauses in Schloß Neuhaus die Ausstellung „SchwarzWeiss+1“ des Arbeitskreises FrauenKultur der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn. Ungewöhnlich für eine Vernissage der Künstlerinnen, bei der normalerweise ein angeregter Stimmenchor herrscht und vor allen Dingen: Buntheit und Farbe.
Die Performance der jungen Darstellerin, die sich in Berlin an der Etage, einer Schule für die darstellenden und bildenden Künste, in einem dreijährigen Studium auf die Pantomime spezialisiert hat und seitdem national und international auftritt, war rundum gelungen. Ebenso wie die Ausstellung des Arbeitskreises FrauenKultur.
Die Reduzierung auf zwei Nicht-Farben plus einer Unbekannten (+1), eine besondere Herausforderung für die sonst der Farbigkeit zugewandten Künstlerinnen, hat sich als Glücksfall entpuppt: Aufregende Werke sind entstanden - in Schwarzweiß, manchmal mit einer auf den ersten Blick kaum erkennbaren farblichen Ergänzung, dann wiederum bereichert um ein den beiden Nichtfarben ebenbürtiges Pigment, manchmal ganz überraschend und handfest umgesetzt unter Hinzufügung eines auf den ersten Blick so gar nicht zu einer Leinwand passenden Elementes (Maurerkelle).
„Gesten sind sichtbar gewordene Gedanken“, zitierte der stellvertretende Bürgermeister Martin Pantke den Pantomimen aller Pantomimen, Marcel Marceau. „Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung werden die Kunst als eine der eindrucksvollsten Gesten zu schätzen wissen“, sind Dagmar Drüke, Leiterin der Gleichstellungsstelle, und ihre Stellvertreterin Christa Mertens sich nach dieser Vernissage einig.
Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Oktober zu sehen. An diesem letzten Ausstellungstag gibt es um 15 Uhr als ein besonderes „+1“ einen Auftritt von Ostwestfalen-Lippes einzigem Barbershop-Ensemble „Take T!me“. „Barbershop ist Entspannung pur“, sagt Chorleiter Sertaç. „Es ist die schönste Art, A-Capella-Musik aller Richtungen zu arrangieren. Barbershop ist nicht nur der Gesang, vielmehr ist es ein Gesamtkonzept aus Musik und Choreographie.“