Tag des offenen Denkmals am 9. September

Paderborner Denkmäler laden zu ihrer Besichtigung ein

© Stadt PaderbornMuseum in der Kaiserpfalz

Am Sonntag, 9. September, laden die historischen Denkmäler Paderborns zu ihrer kostenlosen Besichtigung ein. Für dieses Jahr wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) das Thema „Entdecken, was uns verbindet“ gewählt.
Vorgestellt werden in einem abwechslungsreichen Programm unter anderem das Thune-Aquädukt in Paderborn-Sande, die Stümpelsche Mühle in Paderborn und auch die Kaiserpfalz.

Zur Einführung haben die Künstlerinnen Christine Candolin (Helsinki) und Birgit Aßhoff (Berlin" eine Tanz- und Kunstperformance erarbeitet. Vor der Kulisse der historischen Paderquellen reflektieren sie um 11 Uhr an diesem Tag auf ganz eigene Art das Thema "Historische Stadt am Wasser - Wasser als verbindendes Element". Treffpunkt ist an der Michaelstraße/Am Rothoborn 2.

Nach diesem künstlerischen Auftakt beginnen die weiteren Veranstaltungen zum „Tag des offenen Denkmals“:

Boker-Heide-Kanal – Thuneaquädukt in Paderborn-Sande
Führung: um 11.30 und 14 Uhr
Referent: Ferdinand Westerhorstmann
Treffpunkt: Parkplatz gegenüber dem Spielplatz Lippesee / Georg-Lucas-Weg
Das Gebiet, auf dem sich das Technische Kulturdenkmal Boker-Heide-Kanal befindet, liegt zwischen Ems und Lippstadt, beginnt unterhalb von Schloß Neuhaus und reicht bis Cappel/Stadt Lippstadt. Am 21. Oktober 1853 begann der Staubetrieb des Kanals. Diese Bewässerungsanlage ist die älteste, größte und heute noch bedeutendste Anlage nicht nur in Westfalen-Lippe, sondern in ganz Norddeutschland. Die Thuneüberführung ist eine dreibogige Überspannung des Thunebettes. Das Thuneaquädukt wird in diesem Jahr aufwendig instandgesetzt. Die Sanierungsarbeiten werden vorgestellt.

Wehranlage, Mühlrad und Mühlenmuseum, sogenannte „Stümpelsche Mühle“
Führungen: 12, 14 und 15 Uhr (jeweils 45 Minuten)
Referent: Willi Ernst
Treffpunkt: Spitalmauer 27 auf dem Hof (nur aus Richtung Kisau)
Die Stauanlage, Wehre und Bruchsteinmauern, samt Rad dokumentieren in hervorragender Weise die geschichtliche Entwicklung der Wehranlage „Stümpelsche Mühle“. Die Mühlenrechte wurden 1809 erteilt. Teile des Wasserrades, mit dem in der Wiederaufbauzeit in der Mühle erstmals wieder Mehl produziert wurde, stammen aus dem Jahre 1956. Mit dem wieder sichtbaren Wasserrad wird ein Stromgenerator betrieben, der für die Energiever-sorgung des Gebäudeensembles und des Mühlencafés sorgt. Das Mühlenmuseum ist noch im Aufbau, etliche alte Geräte und Maschinen können aber schon besichtigt werden.

Frühe Verkehrsverbindungen „Durch diese hohle Gasse …“
Führungen: 12, 15 und 16 Uhr (festes Schuhwerk - nicht barrierefrei)
Referent: Horst Brand
Treffpunkt: Luise-Hensel-Pavillon gegenüber dem Ostfriedhof, Luise-Hensel-Str./Ecke Driburger und Benhauser Straße
Hohlwege - kaum bekannt sind die alten Verkehrsverbindungen, die aus dem nahen und weiten Umland nach Paderborn führten. Horst Brand, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger, kennt sie alle und weiht uns ein in die Geheimnisse des alten Straßennetzes, dass sich in der Umgebung von Paderborn noch erkennen lässt.

Die Pader - Spannendes am Unteren Paderlauf in Schloß Neuhaus
Das Paderquellgebiet und das derzeit in Umgestaltung befindliche mittlere Paderquellgebiet rund um die Stadthalle ist vielen bekannt. Dass aber auch der Abschnitt zwischen dem Padersee und dem historischen Stadtkern von Schloß Neuhaus spannende Einblicke in die Wasserlandschaft von Paderborn gewährt, zeigt uns der Referent auf seiner gewohnt kenntnisreichen Führung entlang des Unteren Paderlaufs.
Rundgang: 14.00 bis ca. 15.30 Uhr
Referent: Michael Pavlicic
Treffpunkt: Padercafé, Fürstenallee 53, 33102 Paderborn / Parkplatz Fürstenallee/ Heinz-Nixdorf-Ring (Westseite)

Museum in der Kaiserpfalz – Europa zu Gast im Palast
Führung: 15 Uhr (für Familien mit Kindern ab 10 Jahren)
Museumspädagoge: Thorsten Hoppe-Hartmann
Treffpunkt: Museumsfoyer
Die Stelle war gut ausgesucht. Die Paderquellen boten frisches Wasser für Mensch und Tier. Hier ließ der fränkische König Karl "der Große" auch der "Vater Europas" genannt, eine Burg im Land der Sachsen anlegen: die „Karlsburg“. Im Inneren ließen sich Vorräte, Waffen und Kostbarkeiten aller Art sicher verwahren. Die Pfalz war der Ort, wo Macht zur Schau gestellt wurde. Neue Ideen und Technik aus anderen Ländern Europas brachten die Eroberer mit. Den einheimischen Sachsen muss die Pfalz vorgekommen sein wie von einem anderen Stern. Handwerker und Künstler von weit her schufen steinerne Mauern, nie gesehene Wandmalereien und edlen Schmuck.

Die Führungen dazu finden jeweils in Gruppen mit einer begrenzten Teilnehmerzahl statt.
Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals erteilt Michael Güse von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Paderborn unter der Telefonnummer 05251 / 88-1961.