Ensemble Gharbaïn - Klassik und Folk aus dem Maghreb
Am Sonntag im Gymnasium Theodorianum
Das Ensemble Gharbain aus Marokko/Frankreich tritt am Sonntag, 28. Januar, um 18 Uhr in der Aula des Gymnasiums Theodorianum im Rahmen von Klangkosmos Weltmusik auf.
Gharbaïn bedeutet wörtlich "Die zwei Westen". Die erste Bedeutung des Wortes verweist auf den Maghreb und die geographische Lage Marokkos als das westlichste Land des afrikanischen Kontinents. Mit dem zweiten Westen ist das muslimische Andalusien des Mittelalters gemeint. Dort begründete der berühmteste Oud-Meister der Zeit, Abu l-Hasan 'Ali Ibn Nafi' (789–857) genannt Ziryab, die Schule der arabo-analusischen Musik und entwickelte die nūbah. Dies sind die Formen der melodischen Gestaltung (tonräumliche Struktur, Makame) und die Prinzipien des Gesangs auf Grundlage epischer Dichtungen.
Die Musiker von Gharbaïn, Abdalatef Bouzbiba, Thomas Loopuyt und Nordine Boussetta, beziehen ihr Repertoire einerseits aus dieser klassischen Tradition; andererseits gehören Stücke der städtisch-maghrebinischen Volksmusik Chaabi sowie die arabische Tanzmusik Aïta zum festen Bestandteil der Konzerte. In der gesungenen populären und klassischen Poesie ist die Liebe das immer wiederkehrende Thema. Gharbaïn lässt sich von diesen verschiedenen marokkanischen Stilen inspirieren und interpretiert sie als ständigen Dialog mit historischen und heutigen Orientierungspunkten.
Alle drei Musiker sind von frühester Jugend an mit der Musik vertraut und perfektionierten ihr musikalisches Können im Studium, mit anderen Meistern in Marokko und bei Auslandsreisen.
Heute unterrichten sie selbst traditionelle marokkanische Musik und treten in verschiedenen musikalischen Ensembles auf.
Das Kulturamt weist darauf hin, dass die Aula des Gymnasiums Theodorianum nur eingeschränkt barrierefrei ist. Die Höhe des Eintrittsgeldes bestimmen die Zuhörerinnen und Zuhörer selbst!
Das Konzert wird vom Kultursekretariat NRW gefördert. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.klangkosmos-nrw.de