Vom Ernst des Lebens: Paderborner Schulgeschichte im Bild
Ausstellungseröffnung im Bilderbogen
Im Jahr 1968, also vor genau 50 Jahren, gab es die letzte große nordrhein-westfälische Schulreform. Dieses Jubiläum nahm das Stadt- und Kreisarchiv zum Anlass die Paderborner Schulgeschichte unter die Lupe zu nehmen und im Bild festzuhalten. Die daraus entstandene Ausstellung wurde jetzt am Mittwoch, 4. Juli, in der Galerie Bilderbogen auf dem Bürgermeisterflur eröffnet.
Bis zum 8. August können interessierte Bürgerinnen und Bürger einen spannenden Streifzug durch die breitgefächerte Paderborner Schullandschaft machen.
Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt freute sich als alteingesessener Paderborner sehr, die Ausstellung zu eröffnen. „ Ich bin selber in Paderborn zur Schule gegangen und war von der Schulreform betroffen. Unsere vier Kinder waren ebenfalls alle in Paderborner Schulen untergebracht, daher ist es für mich auch persönlich besonders spannend zu sehen, wie sich die Paderborner Schullandschaft vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart entwickelt hat“, so Honervogt.
Andreas Gaidt aus dem Stadt- und Kreisarchiv, der erneut für die Fotoausstellung im „Bilderbogen“ verantwortlich zeichnet, betonte, dass der Akzent der Ausstellung wie üblich auf dem bildlichen Rückblick liege, auch wenn an mancher Stelle ein wenig (oder auch mehr) Text nicht vermeidbar war.
Die Ausstellung ist in einzelne Themen unterteilt, wobei die Darstellung stets die Veränderung, das Früher, Später und Heute, im Blick hat. Von der Vor-Bildung in den Kindergärten, über die Abschaffung der Volksschule und der Gründung von Grund- und Hauptschulen bis hin zu Realschulen, Förderschulen und Schulen mit Oberstufen, die zum Abitur führen wie Gymnasien, Gesamt- und Berufsschulen, werden die wichtigsten Schulformen der letzten 50 Jahre beleuchtet.
„Jede Schule war einem starken Wandel unterworfen, die Ansprüche an die Professionalität der Lehre stiegen wie auch die Bildungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche“, erklärt Andreas Gaidt.
Dies mache sich auch in den Bildern bemerkbar. Das Mobiliar veränderte sich, genauso wie die technische Ausstattung.
„Vom Ernst des Lebens: Paderborner Schulgeschichte im Bild“ ist bereits die zehnte Fotoausstellung des Stadt- und Kreisarchivs zur Liborizeit im Bilderbogen und wird wie auch die anderen Ausstellungen zuvor (mit Ausnahme der ersten Ausstellung) von einem Bildband begleitet. Band 11 der Reihe „Paderborn in historischen Fotografien“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein und dem Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing und ist aufgrund der ausgezeichneten Materialfülle etwas umfangreicher als die üblichen Bände. Das Taschenbuch ist ab sofort für 5,90 Euro in der Tourist Information am Marienplatz sowie in den Buchhandlungen Linnemann, Bonifatius, Literafee und Nicolibri erhältlich.
Die Ausstellung kann bis zum 8. August zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung, montags bis mittwochs von 8 Uhr bis 16:30 Uhr, donnerstags von 8 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 12:30 Uhr, besichtigt werden.