Lichter aus an der Georgschule
Eine knapp 60-jährige Paderborner Tradition im Riemeke ist nunmehr Geschichte
Nachdem die Georgschule organisatorisch bereits zum Schuljahresbeginn Teil der Mastbruchschule geworden ist, gehen nun zum Schuljahreswechsel im Gebäude an der Erzberger Straße die Lichter im Riemekeviertel endgültig aus. Die Georgschule hat seit 1959 zunächst als Volkschule, später dann als Hauptschule und zuletzt als Ganztagshauptschule über 60 Jahre lang das Schulangebot in der Paderborner Kernstadt abgerundet und bereichert.
In der letzten Schulwoche wurde nun der Umzug vollzogen. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer werden in der Mastbruchschule mit den Standorten Mastbruch und Bonifatius nach den Sommerferien mit dem Unterricht beginnen.
Es galt in den letzten Wochen Umzugskartons zu packen und Abschied vom gewohnten räumlichen Umfeld zu nehmen. Dennoch ist die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen gut, da sie sich bereits im vergangenen Schuljahr in der Mastbruchschule gut eingelebt haben und die „Neue Mastbruchschule“ mit ihren vielfältigen pädagogischen Profilen durch ihr Wissen und ihre Erfahrung bereichern. Es ist ferner gelungen, die Kolleginnen und Kollegen, die nicht mit nach Mastbruch gezogen sind, durch Versetzung an andere Schulen wohnortnah und mit neuen pädagogischen Herausforderungen gut zu versorgen. Sabine Wegener, welche die Georgschule bis zuletzt geleitet hat, freut sich, dass die Kolleginnen und Kollegen die Zusammenlegung der Standorte überwiegend als Chance verstehen und die Mastbruchschule diese zum Anlass nimmt, das neu entstehende Gebilde mit professioneller pädagogischer, personeller und organisatorischer Schulentwicklung zu überarbeiten und zeitgemäß weiterzuentwickeln.
Nachdem der Abschied von den Räumen nur noch eine Frage der Zeit und Folge der bereits zu Beginn des Schuljahres umgesetzten Weichenstellung war, kam nur kurzzeitig beim Innehalten etwas Wehmut auf. Sabine Wegener fand zur Aufgabe des Standortes Georg die richtigen Worte, indem sie an Peter Alexander erinnerte und empfahl: „Sag zum Abschied leise Servus.“
Die Stadt Paderborn wird das Gebäude in Zukunft für die Volkshochschule und für die Grundschule Luther nutzen.