Literaturtage 2018

Kulturamt bietet vielfältiges Programm an

© (v.l.n.r.): Meinschäfer/TheaterPaderborn, Kerstin Schomburg, Harald MorschRohland, Metzger, Gockel-Böhner

Auch das Kulturamt ist einer der vielen Veranstalter bei den Literaturtagen 2018 und lädt am Samstag ins Rathaus, am Sonntag in die Kapuzinerkirche und am Montag in die Kneipe Sputnik ein.

Am Samstag heißt es im Rathaus von 18 bis 22 Uhr „Literatur und drumherum im Rathaus“. Unten im kleinen Saal bietet die Rollenspielergilde Paderborn Pen&Paper-Rollenspiele für jedermann an, bei denen Fantasy-Geschichten ganz neue Wendungen nehmen können. Oben im großen Saal gibt es um 18.30 Uhr ein Programm mit der Tanzformation „Quantensprünge“ aus dem Tanzbau Paderborn, die unter dem Titel „Es ist ernst“ Texte von Ernst Jandl vertanzt. Der Schauspieler Max Rohland bringt um 19 Uhr sowie um 21 Uhr Laut- und Klanggedichte zum Klingen, darunter „Das große Lalula“ von Christian Morgenstern, das auch den Titel zu der Performance abgibt. Das Trio Ann-Britta Dohl, Birgit Noll und René Madrid treten um 19.20 Uhr und um 21.20 Uhr mit dem literarisch-musikalischen Schauspiel „Schneller höher weiter… oder: Jetzt schon ans Aufhören denken wäre verfrüht“ mit Texten von Kurt Schwitters, Robert Gerhardt und vielen anderen auf. Um 20 Uhr trägt die Autorengruppe ZeilenSprung ihre neuen Gedichte zum Thema „Unterwegs“ vor.
Die Höhe des Eintritts bestimmen die Besucher individuell selbst.

Diese Eintrittsregelung gilt auch, wenn am Sonntag um 17 Uhr in der Kapuzinerkirche Kay Metzger, Intendant des Landestheaters Detmold, „Der Großinquisitor“ von Fjodor Dostojewski liest. Die Lesung wird begleitet von Orgelklängen, gespielt von Oana Maria Bran. Der Text schildert die Begegnung des spanischen Großinquisitors mit dem auferstandenen Heiland. Der Großinquisitor belehrt ihn, dass die Kirche den Menschen Glück verheiße, und zwar jenseits der Freiheit, die für Menschen unerträglich sei. Dabei stört Christus, und der Großinquisitor plant, ihn auf dem Scheiterhaufen verbrennen zu lassen.

Am Montag um 20 Uhr folgt dann der alljährliche Bücherstreit in der Kneipe „Sputnik“. Fünf Menschen (Charis Goer, Heike Haase, Bernd Apke, Karsten Strack und Christoph Gockel-Böhner) streiten wie die Kesselflicker über fünf Bücher. Der Witz dabei: Die Meinungen für und gegen die Bücher werden zugelost. Der Eintritt ist frei, die Meinungsverschiedenheit ist garantiert.

Das ganze Programm ist im Internet unter www.paderborn.de/literaturtage abrufbar.