Erinnern an die Stimmen der Vergangenheit

Kranzniederlegung am Mahnmal Busdorfwall

© Stadt PaderbornGedenkfeier Mahnmal Busdorfwall, Lea Horstmann

Zum Gedenken an die verheerenden Bombenangriffe auf die Stadt Paderborn am 27. März 1945 legte der zweite stellvertretende Bürgermeister traditionell am Mahnmal am Busdorfwall einen Kranz nieder.
Er erinnerte in einer Rede an das „Inferno“, welches an diesem frühlingshaften Tag über die Stadt hereinbrach und fast 900 Menschen in den Tod riss.
Große Teile der Stadt gingen in Flammen auf und ließen nichts übrig als Schutt und Asche. Da es nur noch wenige Zeitzeugen gebe, freue er sich jedes Jahr darüber, dass Jugendliche und junge Erwachsene einen Beitrag gegen das Vergessen leiten. In diesem Jahr waren es die Nachwuchskräfte der Stadt Paderborn die an die Stimmen der Vergangenheit erinnerten und Zeitzeugenberichte verlasen.
„Die heutige Situation zeigt, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Er muss immer wieder neu erkämpft werden“, so Pantke. Daher unterstreiche ein Tag wie dieser Gedenktag, wie unerträglich es sei, dass auf fünf Kontinenten derzeit sieben bewaffnete Auseinandersetzungen stattfinden. „Unser Beitrag am heutigen Tag ist ein gemeinsames Gedenken als sichtbares Zeichen für den Frieden in Europa und in der Welt“, machte er deutlich.
Musikalisch untermalt wurde die Gedenkfeier von der Bläsergruppe der städtischen Musikschule unter der Leitung von Heiko Röder.