Podiumsdiskussion "Antisemitismus und Israelkritik"

Am Mittwoch im Stadtmuseum

© Harald MorschStadtmuseum

Mit dem Erfolg rechter und rechtsextremer Parteien und Gruppen werden antisemitische Einstellungen wieder offener formuliert und antisemitische Äußerungen salonfähig. Wann eine Äußerung antisemitisch ist und wann nicht, ist aber durchaus umstritten und wird u.a. dadurch erschwert, dass pauschale und rassistische Abwertungen von „Juden“ und „Judentum“ mit der Kritik am „Staat Israel“ vermengt werden. Nicht selten dient diese Kritik als Legitimation für antijüdische Einlassungen. Auf der anderen Seite gibt es eine Tendenz, Kritik an der jeweils aktuellen Politik des Staates Israel als antisemitisch oder zumindest als antijüdisch zu bezeichnen.

Über diese schwierige Gemengelage informieren und diskutieren am Mittwoch, 14. November, um 19.30 Uhr der Antisemitismusforscher Dr. habil. Klaus Holz (Berlin), der Soziologe Dr. Dr. Peter Ullrich (TU Berlin) sowie der Historiker und Leiter der Alten Synagoge in Essen Dr. Uri-Robert Kaufmann in einem Podiumsgespräch "Antisemitismus und Israelkritik". Die Veranstaltung findet im Rahmen der Paderborner Gedenkwoche „80 Jahre Pogromnacht – gemeinsam gegen Antisemitismus“ statt. Veranstaltungsort ist das Stadtmuseum, Am Abdinghof 11.

Prof. Dr. Barbara Rendtorff und Prof. Dr. Angelika Strotmann (beide Universität Paderborn) haben das Podiumsgespräch in Zusammenarbeit mit der GCJZ (Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit) und dem Stadtmuseum organisiert und führen auch durch den Abend.