„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ – oder doch?
VHS lädt zur Mittwochsakademie ein
Was können wir tun, um die lebenslange Lernfähigkeit des Gehirns effektiv zu unterstützen und uns sogar einen „Vorrat für alle Fälle“ (Kognitive Reserve) aufzubauen?
Um diese und andere Fragen geht es beim Vortrag der nächsten Mittwochsakademie am 19. September um 18 Uhr in der Volkshochschule am Stadelhof.
Die bekannte Redensart “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ kennt fast jeder und weiß, was sie bedeutet. Aus Sicht der Hirnforschung ist sie aber zum Teil überholt und trifft nur teilweise zu. Denn grundsätzlich verändert jeder Lernprozess die Struktur des Gehirns: von der Ebene der Moleküle bis hin zu großen Gehirnbereichen. Diese sogenannte neuronale Plastizität funktioniert im Jugendalter zwar besser und schneller, hört aber im Laufe des Lebens nicht auf. Im Alter erfolgt diese Neubildung jedoch langsamer, kann aber unter anderem durch Gehirntraining deutlich gesteigert werden. Selbst nach einer Erkrankung wie etwa einem Schlaganfall oder aber auch bei einer beginnenden Demenz ist das Gehirn in der Lage, teilweise Vergessenes wieder zu erlernen.
Die Referentin, Prof. Dr. Sabine Weiss, ist Humanbiologien und Neurolinguistin und forscht und lehrt an der Universität Bielefeld. In ihrem Vortrag geht sie auf aktuelle Forschungsergebnisse ein und erläutert Zusammenhänge, Möglichkeiten und Ressourcen.
Die Mittwochsakademie – eine wissenschaftliche Vorlesungsreihe für Menschen in der spät- oder nachberuflichen Lebensphase – wird in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für universitäre Studien (EZUS) angeboten.
Interessierte können sich direkt bei der Volkshochschule unter der Telefonnummer 05251 87586-10 oder im Internet unter www.vhs-paderborn.de anmelden.