Oper „Faust“ von Charles Gounod
Am Mittwoch, 19. September, in der PaderHalle
Einen opulenten Saisonbeginn verspricht Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner zum Auftakt der Spielzeit 2018/19. Das Landestheater Detmold bringt am Mittwoch, 19. September, um 19.30 Uhr die Oper „Faust“ von Charles Gounod auf die Bühne der PaderHalle („Unsere Zweitspielstätte neben dem Stammhaus,“ so Ex-Intendant Kay Metzger). In Deutschland wird das Stück auch oft „Margarethe“ genannt, um Verwechslungen mit Goethes Schauspiel zu vermeiden.
„Unter der neuen Intendanz von Georg Heckel startet unser Landestheater mit ganz großer Oper,“ so Gockel-Böhner. „Große Gefühle, satter Orchester- und Chorklang von vielköpfigen Ensembles, tolle Solo-Stimmen und eindrückliche Optik auf der Bühne, unter anderem mit vielen pyrotechnischen Effekten. Das ist so opulent, dass ich bei der Premiere gedacht habe, dass aus Gounod auch ein prima Filmkomponist geworden wäre, wenn er später gelebt hätte.“
Besonders im ersten Teil reiht sich ein Opernhit an den nächsten: Valentins Gebet, Margarethes Juwelen-Arie, Mephistos Rondo vom Goldenen Kalb und viele andere.
Im zweiten Teil überwiegen die großen Tableaus, etwa in der Kirche, in der Walpurgisnacht und im Kerker. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Lutz Rademacher.
Inhaltlich ist es Goethes „Faust I“, allerdings von allem Philosophischem befreit und auf die rührende Gretchen-Tragödie konzentriert:
Der alte Faust kann sich mit dem Alter nicht abfinden. Der Teufel schenkt ihm um den Preis seiner Seele die Jugend zurück. Er erlebt eine wunderbare Romanze mit der jungen Margarethe. Mephisto treibt ihn dazu, sie zu schwängern und dann zu verlassen. Nur noch ihr treuer Freund Siebel steht Margarethe zur Seite. Ihr Bruder Valentin hat archaische Vorstellungen von Ehre, sucht das Duell mit Faust, wird aber von diesem mit Mephistos Hilfe besiegt. Sterbend verflucht er seine Schwester. Margarethe tötet, dem Wahnsinn nahe, ihr Kind, aber ihre Seele wird vom Himmel gerettet.
„Keine Angst vor der französischen Originalsprache,“ betont Gockel-Böhner: „Erstens gibt es gut lesbare Übertitel, zweitens kann man das Stück auch ohne Text, nur mit Musik und Bildern und ein bisschen Programmheft problemlos verstehen. Und drittens bietet Elisabeth Wirtz um 18.30 Uhr im oberen Foyer eine Einführung ins Stück an, nach der man die Übertitel nicht mehr braucht.“
Karten zu Preisen zwischen 27 und 9 Euro sind im Paderborner Ticket-Center am Marienplatz, Telefon 05251/2 99 75 0 und an der Abendkasse erhältlich.