Paderborn 2018 gewachsen

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Paderborn

© Stadt PaderbornBevölkerungsstatistik 2018

Im Jahr 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn um 1.720 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 %, der deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2008 bis 2017 liegt. Wie die Statistik der Stadt weiter mitteilt, war die Bevölkerungszahl 2017 um 467 Einwohner gestiegen. Die Bevölkerungszahl liegt nun bei 152.422 Einwohnern, wobei die 150.000er-Marke erstmals am 1. November 2016 überschritten worden ist.

Der Jahresbericht des Amtes für Statistik führt weiterhin aus, dass sich vor allem im November und Dezember 2018 sehr viele Personen mit Zweitwohnsitz in Paderborn aufgrund der Einführung der Zweitwohnungssteuer ab dem 01.01.2019 dazu entschlossen haben, in Paderborn ihren Erstwohnsitz anzumelden. Bis Ende Oktober lag der Gesamtzuwachs bei +342 Personen, in den beiden darauffolgenden Monaten lag der Saldo bei +609 (November) bzw. +739 (Dezember). Entsprechend sank die Zahl der gemeldeten Einwohner mit Nebenwohnsitz in Paderborn von 7.340 verzeichneten Personen am 31.12.2017 auf 4.399 verzeichnete Personen am 31.12.2018. Das ist ein Rückgang um 2.941 Personen beziehungsweise 40 %.

Im Laufe des Jahres hat auch die Zahl der ausländischen Mitbürger weiter zum Wachstum beigetragen, zurzeit leben 18.614 Personen mit nicht-deutschem Pass in Paderborn. Das sind 896 oder 5,1 % mehr als am Jahresende 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt jetzt 12,2 % (2017 = 11,8 %). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Mitbürger aus Syrien um 200 Personen auf jetzt 2.404 Personen. Damit stellen die Syrer im dritten Jahr die stärkste Gruppe von Ausländern in Paderborn, sie hatten im November 2016 die türkische Gemeinschaft abgelöst. Aber auch aus Indien (+150, jetzt 575) und aus Polen (+74, jetzt 1.676) sind 2018 viele Menschen neu nach Paderborn gekommen. Weiterhin ist Zahl der serbischen Mitbürger am stärksten zurückgegangen (-25, jetzt 293 Personen), was auch auf Einbürgerungen zurückzuführen ist.

Ein positives Ergebnis weist die „natürliche Bevölkerungsbewegung” auf. Dabei fiel die Geburtenzahl mit 1.525 Babys wieder deutlich niedriger aus als im Vorjahr (2017 = 1.596). Da in den drei Vorjahren die Geburtenzahl höher ausgefallen ist, führt dies in den nächsten Jahren zu einer entspannenden Auswirkung auf die Kindergärten und eventuell die Grundschulen. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 1.298 (Vorjahr = 1.258) zum fünften Mal in sechs Jahren über 1.200 und erreicht einen neuen Rekordwert. Da immer mehr Menschen ein Alter über 80 Jahre erreichen, wird die Zahl der Sterbefälle in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Aus Geburten und Sterbefällen ergibt sich ein natürlicher Saldo von +227 Personen (2017 = +338, 2016 = +382), ein niedrigerer Geburtenüberschuss als in den vier Vorjahren.

Die sogenannten „Wanderungen“ trugen auch durch den genannten Wohnsitzwechsel den weitaus stärkeren Teil zum Bevölkerungswachstum bei. Hierbei fiel die Zahl der 10.036 Zuzüge (2017: 8.411) deutlich höher aus als im Vorjahr. Die Fortzugszahl war mit 8.543 Personen leicht höher als in 2017 (= 8.282). Beide zusammen ergaben einen hohen Wanderungsgewinn von + 1.493 Personen (2017 = +129, 2016 = + 245). Die Zuzüge und der Wanderungsgewinn sind dabei deutlich beeinflusst von den Ummeldungen ehemaliger Zweitwohnsitze in Erstwohnsitze.

Den stärksten Zuwachs innerhalb der Stadtteile Paderborns weisen in 2018 die Kernstadt (+1.386), Schloß Neuhaus (+193), Elsen (+141) und Dahl (+38) auf. Benhausen (-31) dagegen schrumpfte, während Marienloh (+17), Wewer (+4), Neuenbeken (-13) und Sande (-15) weitgehend stagnierten.

Innerhalb der Altersgruppen sind unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen. Reduziert hat sich in 2018 im Vergleich zu 2017 trotz des Bevölkerungswachstums die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 2 (-2,8 %) sowie zwischen 10 und 17 Jahren (-1,6 %). Alle anderen Altersgruppen wuchsen oder stagnierten. Am stärksten ist ein Zuwachs bei den Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren zu erkennen, mit +4,4 % und bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 (+4,0 %). Aber auch die Zahl der Kinder im Kindergartenalter von drei bis fünf Jahren (+3,4 %) hat deutlich zugenommen.