Radierkunst der Gegenwart – Drei Temperamente. Rolf Escher, Jochen Geilen, Fri …
Radierkunst der Gegenwart – Drei Temperamente. Rolf Escher, Jochen Geilen, Friedemann Hahn
Letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung im Kunstmuseum
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung zur „Radierkunst der Gegenwart – Drei Temperamente. Rolf Escher, Jochen Geilen, Friedemann Hahn“ im Kunstmuseum im Marstall wird eine letzte öffentliche Führung angeboten. Alle Kunstinteressierten, die sich näher mit der Grafik der Gegenwart, - speziell der Radierung und des Kupferstichs - befassen möchten, sind herzlich eingeladen zur öffentlichen Kuratoren-Führung durch die Ausstellung. Diese findet am Donnerstag, 14. März, um 16:30 Uhr im Kunstmuseum im Marstall in Paderborn-Schloß Neuhaus statt. Der Eintritt inklusive Führung kostet 5 Euro.
Noch bis einschließlich Sonntag, 24. März, ist die Schau mit ihren über 100 Grafiken in Schloß Neuhaus zu sehen. Zur Ausstellung ist ein 180-seitiger Katalog mit allen ausgestellten Grafiken in Abbildungen erschienen, der zum Preis von 15 Euro an der Museumskasse erhältlich ist.
Die Ausstellung präsentiert drei Positionen aktueller Grafik, die in ihrer Vielfalt das Spektrum aktueller Radierkunst widerspiegelt.
Die Radierungen von Rolf Escher aus Essen bestechen durch ihren Detailreichtum. Seine mitunter großformatigen Blätter spüren menschlichem Handeln an kulturell bedeutenden Stätten in Europa nach. Bisweilen werden Tiere zu Akteuren, erobern den menschenleeren Raum – Cafés, Bibliotheken, Bahnhöfe – und verleihen den Werken so eine surreale Dimension.
Einer der wenigen zeitgenössischen Künstler, die den Kupferstich aufwändig pflegen, ist Jochen Geilen. Der Künstler aus Bielefeld stellt in seinen Stichen, die er auch zu Collagen kombiniert, die Lebenswirklichkeit aus seiner Sicht dar, mal ironisch distanziert, mal existenziell bewegend.
Das grafische Werk Friedemann Hahns begegnet uns in expressiv gestischer Weise im Medium der Radierung. Stars der Filmgeschichte oder berühmte Maler wie van Gogh sind ihm Ausgangspunkt für sein Schaffen. Hahn setzt sie in ein Spannungsfeld zwischen kunstgeschichtlicher Bedeutung und ästhetischer Bildwirkung. Erst kürzlich überließ Friedemann Hahn der Kunstsammlung der Stadt Paderborn sein gesamtes Werk der Radierkunst als Schenkung.