Informieren – Austauschen – Vernetzen

PIA (PaderbornerInnen pro Asyl) und die Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten (KOST) der Stadt Paderborn veranstalten gemeinsamen die Veranstaltung „Informations- und Kleidertausch“

© Stadt PaderbornInformations- und Kleidertausch

Am Samstag, den 26. Oktober hatten Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte im Jugendkulturzentrum MultiCult bis in den Nachmittag hinein die Möglichkeit, ihre Wintergarderobe zu vervollständigen. Gerade mit Blick auf die kommende kalte Jahreszeit konnten viele Besucherinnen sich mit warmer Bekleidung ausstatten. Daneben ist die gelingende Kommunikation ein wichtiges Ziel: Viele Frauen haben wenige Kontakte und nutzten den Tag für sich, um diese in einer gemütlichen Café-Atmosphäre zu knüpfen. Zudem gab es ein Beratungsangebot, über das sich zum einen die Besucherinnen informierten, zum anderen aber auch noch einmal die Kooperationen zwischen den einzelnen Institutionen gefördert wurden. Angeboten wurde die Beratung durch die Ehrenamtsinitiative PIA, die Frauen-Beratungsstelle Belladonna, die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung vom Gesundheitsamt des Kreises Paderborn und die Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten der Stadt Paderborn.

Seit drei Jahren wird durch die Initiative PIA jährlich ein Fahrradkurs für Frauen angeboten. Nachdem dieser regelmäßig starken Anklang gefunden hat, zeigt sich, dass PIA mit dem Ziel, Fähigkeiten an Frauen weiterzugeben, einen wichtigen Bedarf abdeckt. Denn anders als in Deutschland ist es nicht überall selbstverständlich, als Frau Schwimmen oder Fahrradfahren zu lernen. Der erste Schwimmkurs ist aktuell in Planung, solch ein Kurs erfordert einiges an Organisation und Kooperation.

Belladonna und die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung lieferten Informationen zum Thema „Alles rund um die Gesundheit“. Belladonna informierte über die Möglichkeit, sich bei sexueller und häuslicher Gewalt durch sie beraten zu lassen. Das Gesundheitsamt informierte neben der themenbezogenen Beratung auch allgemein über die Strukturen des deutschen Gesundheitssystems. Ein professionelles, gut ausgebautes Unterstützungsnetzwerk wie in Deutschland gibt es in vielen andern Ländern nicht, sodass Geflüchtete zunächst einmal drauf angewiesen sind, von den Möglichkeiten und Strukturen zu wissen, um sie auch nutzen zu können.

Die KOST informierte in diesem Rahmen über ihre Angebote in der Quartiersarbeit. Sie unterstützt Initiativen bei individuellen Anfragen und ist an vielen Projekten und Veranstaltungen beteiligt. Weitere Projekte der Stelle sind die Unterstützung der Geflüchteten auf dem Weg zur Ausbildung (Projekt „Startzeit“) und während der Ausbildung (Projekt „Wegbegleiter“). Das Projekt „Türöffner“ unterstützt zudem Geflüchtete bei der Wohnungssuche und berät Vermieter.

Haben Sie Interesse, in ihrem Quartier eine Kleider- und Informationstauschbörse für Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte zu veranstalten? Dann wenden Sie sich gerne an Maike Wippermann, Quartierssozialarbeiterin der KOST (m.wippermannpaderbornde oder 05251/88-12575).