Exponate aus der Urzeit
Seeigelausstellung zeigt neue, einzigartige Fossilien
Die aktuelle Sonderausstellung „Seeigel – stachelige Schönheiten“ im Naturkundemuseum in Schloß Neuhaus wurde um ein besonderes und ästhetisch ansprechendes Exponat erweitert: eine Gesteinsplatte, auf der ein Seeigel und eine Seelilie vereint sind.
Es handelt sich um einzigartige Fossilien aus Velbert im Bergischen Land. Zeitlich sind sie dem Oberdevon, einer Periode innerhalb des Paläozoikums circa 370 Millionen Jahre vor heute, zuzuordnen. Die Seeigel sind vollständig, mitsamt Stacheln und Kieferapparat, erhalten. Derartige Funde sind sehr selten, da die Seeigel zu dieser Zeit noch ein flexibles, lederartiges Skelett aufwiesen, welches nach dem Tod schnell zerfiel und daher nur in Ausnahmefällen versteinert ist, so Museumsleiter Dr. Sven Mecke.
Die Präsentation des Objektes erweitert die Ausstellung um ein für die Wissenschaft besonders wertvolles, gleichsam aber auch besonders ansprechendes Stück. Die Seelilie, eine Verwandte der Seeigel, ist von faszinierender Schönheit. Auch im versteinertem Zustand zeigen sich Seeigel in beeindruckend graziler Eleganz. Das Fundstück ist eine Leihgabe des Bonner Goldfußmuseums und stammt ursprünglich aus privater Hand.
Die Sonderausstellung „Seeigel – stachelige Schönheiten“ zeigt noch bis zum 12. Januar hunderte herrliche Exemplare dieser Stachelhäuter: Präparate von allen Kontinenten, bis zu 400 Millionen Jahre alte Stücke und sogar Objekte aus der Region.
Öffentliche Führung finden am Dienstag, 3. Dezember, um 11 Uhr statt.
Gruppenführungen sind nach telefonischer Absprache (05251 88-11052) möglich.