Erstes Sinfoniekonzert am Mittwoch

Konzerte um 18 und um 20.45 Uhr

© Marco BorggreveYves Abe

Das erste Sinfoniekonzert der Saison am Mittwoch, 9. September, findet statt. Das Kulturamt der Stadt Paderborn als Veranstalter, die Paderhalle als Gastgeber und die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) als Orchester haben gemeinsam ein Konzept erarbeitet, das dies ermöglicht.

Leider entfällt die sonst übliche Einführung, aber hierfür gibt es digitalen Ersatz auf www.nwd-philharmonie.de/konzerte/online-einfuehrungsvortrag.

Vieles wird anders sein, als man es gewohnt ist: Das Konzert dauert nur ca. 70 Minuten, es gibt keine Pause und keinen Programmheftverkauf. Programmhefte liegen aus; hier wird um freiwillige Bezahlung gebeten. Die Garderobe ist nicht besetzt, jedoch dürfen Jacken it in den Saal genommen werden oder sollten bei Anfahrt mit dem PKW gleich im Auto liegen bleiben.
Die Abonnentinnen und Abonnenten sind informiert, alles Wissenswerte findet sich auch auf www.paderborn.de/sinfoniekonzerte.

Das Konzert wird ebenso wie in anderen Konzertorten des Orchesters - etwa Herford, Detmold und Bad Pyrmont - zweimal gespielt, nämlich um 18 Uhr und um 20.45 Uhr. Wie bereits Anfang August angekündigt, gibt es keinen Freiverkauf, sondern das Konzert findet ausschließlich für Abonnentinnen und Abonnenten statt.

„Die Paderhalle hat ein hervorragendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept für Veranstaltungen mit maximal 466 Gästen entwickelt, das in der Halle aushängen wird. Wir beschränken uns aber auf zweimal circa 345 Gäste. Zwischen den Konzerten wird gereinigt und desinfiziert. Zwar würde es die Coronaschutzverordnung zulassen, jeden Platz zu besetzen, sofern die Gäste namentlich nachvollziehbar sind, aber viele Abonnentinnen und Abonnenten haben Bedenken vor einer derart vollen Halle,“ weiß Kulturamtsleiter Gockel-Böhner. „Ein zusätzlicher Freiverkauf hätte uns angesichts dessen vor kaum lösbare Probleme gestellt,“ wiederholt er seine Mitteilung von Anfang August, hat aber einen Ersatz parat: „Für das Konzert mit dem Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold am 9. Oktober mit Werken von Mozart und Beethoven wird es Freiverkauf geben, da bei dem Konzert wesentlich weniger Plätze durchs Abo belegt sind.“

„Wie auf einem Schachbrett haben wir die Abonnentinnen und Abonnenten auf die beiden Konzerte verteilt. Man bleibt am gewohnten Platz, die Plätze neben und vor und hinter einem bleiben frei, haben Ehepaare bleiben im selben Konzert zusammen.“ teilt der Kulturamtsleiter mit und dankt den Mitarbeiterinnen, die die Sitzpläne in stundenlanger Kleinarbeit erarbeitet haben. „Möglicherweise müssen wir zum Konzert im Oktober, bei dem wir es noch einmal so handhaben wollen, noch ein wenig nachjustieren, wenn wir etwa Fahrgemeinschaften auseinandergerissen haben, von denen wir nicht wissen konnten.“ Wie es im Dezember weitergehe, sei aber noch nicht beschlossen. Ziel bleibe, so Gockel-Böhner, die Rückkehr zu den gewohnten Verhältnissen aus der Zeit vor der Pandemie.

Die NWD brennt darauf, wieder zu spielen, muss aber auf der Bühne die Abstände einhalten. Deswegen werden die angekündigten groß besetzten Werke von Dvořák durch die kleiner besetzten Werke von Mendelssohn Bartholdy ersetzt, die im Sinfoniekonzert im März hätten erklingen sollen, das aber ausfallen musste. Die NWD hat dabei allerlei Schwierigkeiten zu überwinden. So steht in der Anlage zur gültigen Coronaschutzverordnung, dass die Flötistinnen und Flötisten wegen der von ihnen ausgehenden stärksten Luftbewegung in der vordersten Reihe des Orchesters platziert werden sollten. Um diese künstlerisch abträgliche Regelung zu umgehen, gehen die Flötistinnen und Flötisten des Orchesters zweimal pro Woche zum Corona-Test.