Anonyme Spurensicherung nach sexueller Gewalt
Informationen jetzt auch im Radio
Ein Radiospot bei Radio Hochstift informiert seit kurzem Bürgerinnen und Bürger des Paderborner Kreisgebiets über die Möglichkeit, eine anonyme Spurensicherung nach einem sexuellen Übergriff in Anspruch zu nehmen. Der Radiospot vermittelt einfühlsam und themensensibel die wichtigsten Informationen in aller Kürze. Das Ziel dieser Aktion ist, auch während der Pandemie und dem dadurch eingeschränkten öffentlichen Leben das Bewusstsein für das Thema sexuelle Gewalt sowie für das Angebot einer anonymen Spurensicherung zu erhöhen.
Das vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierte Projekt bietet Betroffenen von sexueller Gewalt eine kostenlose und anonyme Möglichkeit, Spuren eines sexuellen Übergriffs sichern und für 10 Jahre einlagern zu lassen. Die so gesicherten Beweismittel können innerhalb dieser Frist abgerufen und für einen möglichen Prozess verwendet werden. Dem Opfer bleibt durch die Anonymität zum einen die Möglichkeit, vor Erstattung einer Anzeige therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Außerdem erhält es wichtige Bedenkzeit darüber, ob es überhaupt eine Anzeige erstatten möchte. Da der Großteil sexueller Übergriffe in partnerschaftlichen Beziehungen geschieht, kann es unter Umständen für Opfer ein Hemmnis sein, diese Person anzuzeigen. Durch die Einlagerung der Spuren wird der zeitliche Druck, nach der Tat sofort Anzeige zu erstatten, verringert.
Betroffene können sich jederzeit an die Frauen- und Kinderklinik St. Louise Paderborn, Husener Str. 81, Telefon 05251 86-40 wenden. Fragen beantwortet außerdem gern Saskia Albering, Mitglied im Arbeitskreis „Anonyme Spurensicherung“ und tätig für die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn | E-Mail: s.alberingpaderbornde oder Telefon: 05251 88-128782.