Große Herausforderungen und bewährte Lösungen
Personal- und Organisationsbericht der Stadt Paderborn 2020
Kürzlich stellte die Haupt- und Personalamtsleiterin Monika Bürger im Hauptausschuss den Personal- und Organisationsbericht der Stadt Paderborn für das Jahr 2020 vor. Dabei machte sie deutlich, dass auch die Stadtverwaltung die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen sowohl in organisatorischer als auch personalwirtschaftlicher Hinsicht gestellt hat.
Im Zuge der Infektionsschutzmaßnahmen für Bürger*innen und Beschäftigte wurden frühzeitig entsprechende bauliche und organisatorische Maßnahmen ergriffen. Die Publikumsbereiche wurden als Kundenzentren zusammengefasst, in denen die Dienststellen mit hohem Besucherverkehr angeordnet wurden. Zum Schutz der Bürger*innen und Beschäftigten wurden die Räumlichkeiten zum Beispiel durch die Installation von transparenten Abtrennungen ausgestattet, daneben wurde ein „Einbahnverkehr“ eingerichtet, um unnötige Begegnungen auf Fluren und Gängen zu vermeiden. Es besteht darüber hinaus in den Dienstgebäuden sowohl für Beschäftigte als auch für Besuchende die Pflicht zum Tragen von Masken.
Die Einführung eines Terminvereinbarungssystems mit der Möglichkeit, Termine online, telefonisch über das Telefonische Service Center (TSC) oder bei der jeweiligen Sachbearbeitung zu buchen, ist eine Maßnahme, mit der bereits im Zusammenhang mit den Projekten aus der „Digitalen Modellregion“ begonnen wurde. Anlässlich der Pandemie wurde die Einführung und Umsetzung dieser Maßnahme entscheidend beschleunigt.
Durch diese Maßnahme können die ehemals in Spitzenzeiten zu verzeichnenden Überfüllungen der Wartebereiche, insbesondere im Einwohner- und Standesamt, vermieden werden. Gleichzeitig werden auch die Wartezeiten drastisch verkürzt. Derzeit beträgt die Wartezeit im Durchschnitt maximal fünf Minuten. Diese Maßnahme wurde durch die Bürger*innen insgesamt als sehr positiv beurteilt. „Deshalb ist es geplant, dieses Verfahren auch nach Ende der Pandemie beizubehalten“, erklärte Bürger weiter.
Bei allen Maßnahmen standen stets der Gesundheitsschutz der Bürger*innen wie auch der Beschäftigten sowie die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs an oberster Stelle, stellte Monika Bürger heraus. Beispielsweise wurde unter anderem die Möglichkeit des mobilen Arbeitens massiv ausgebaut. „So gab es vor der Pandemie circa 90 Telearbeitsplätze für Mitarbeitende, derzeit sind circa 1.000 Kolleg*innen in der Lage im Homeoffice zu arbeiten“, berichtete Bürger weiter.
Zusätzlich konnten eine Vielzahl an Verwaltungsabläufen auf digitale Verfahren umgestellt werden, so dass ein persönliches Vorsprechen der Bürger*innen nun oft gar nicht mehr notwendig ist.
Zum 31.12.2020 waren bei der Stadtverwaltung Paderborn 2.393 Mitarbeitende beschäftigt, mit den Eigenbetrieben waren es 2.821 Beschäftigte. Das Durchschnittsalter lag Ende 2019 noch bei 42,6 Jahren und ist mittlerweile auf 41,9 Jahre gesunken, wobei 24 Prozent des Personals 55 Jahre oder älter ist.
Ende 2020 befanden sich 847 der 2.393 Beschäftigten in Teilzeit, die Teilzeitquote liegt bei 37,9 Prozent. Darüber hinaus ist der Frauenanteil auf 63,6 Prozent gestiegen. Die Stadtverwaltung Paderborn legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.