Stadt erfasst Zustand von Geh- und Radwegen
Speziell ausgestattetes Quad befährt Geh- und Radwege in der Kernstadt
Im Sommer wird die Stadt Paderborn die Geh- und Radwege im Kernstadtbereich erfassen. Es handelt sich dabei um eine visuelle bildbasierte Zustandserfassung und-bewertung. Dafür werden die Geh- und Radwege mit einem speziell ausgerüsteten Quad befahren.
Bei dem Quad handelt es sich um ein speziell auf die Bedürfnisse der Zustandserfassung und -bewertung von Geh- und Radwegen umgebautes Fahrzeug, welches aufgrund seiner geringen Spurbreite von nur 135 Zentimetern auch schmale Geh-und Radwege befahren kann. Die Stadt Paderborn ist eine der ersten Städte in Deutschland, die ein solches Fahrzeug einsetzt und wird so 1100 Kilometer Geh- und Radwegenetz visuell bildbasiert erfassen.
Zusammen mit einem Ingenieurbüro hat das Straßen-und Brückenbauamt der Stadt Paderborn ein Konzept für Erfassung und Bewertung der Geh-und Radwege erarbeitet. Das Ingenieurbüro wird auch die Auswertung und Bewertung der gesammelten Daten übernehmen. Hierzu zählt neben der Darstellung des aktuellen Zustands insbesondere auch die Bestimmung der erhaltungsbedürftigen Streckenabschnitte und des Gesamterhaltungsbedarfs. Die Ergebnisse werden für die Haushaltsplanung und die Gestaltung des Bauprogramms „Verkehrsflächen“ der Stadt eingesetzt. Das Verfahren wurde so konzipiert, dass die Ergebnisse zukünftig effizient fortgeschrieben werden können. Die Ergebnisse sollen in der zweiten Jahreshälfte vorliegen.
Die zielgerichtete Erhaltung der Straßen sowie der Geh- und Radwege ist für die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität von großer Bedeutung. Dafür sind neben einem geeigneten Managementansatz insbesondere Daten zum Bestand und Zustand der Infrastruktur erforderlich. Die Stadt Paderborn führt in diesem Sommer erstmalig eine visuell bildbasierte Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) der in der Baulast der Stadt befindlichen Geh- und Radwege durch. Durch die bisherige Erfassung der Straßenflächen wurden die Geh-und Radwege besonders im Innenstadtbereich durch parkende Autos oft nicht miterfasst, so dass dies nun separat erfolgen muss.