Stilles Gedenken an die Bombenangriffe 1945

Kranzniederlegung am Mahnmal am Busdorfwall

© Stadt PaderbornKranzniederlegung am Mahnmal am Busdorfwall

Der Tag des verheerenden Bombenangriffs auf die Stadt Paderborn jährte sich am vergangenen Samstag zum 76. Mal. In Gedenken an die Opfer und als Mahnung an die Lebenden legte Bürgermeister Michael Dreier in Begleitung von Landrat Christoph Rüther und Oberstleutnant Marco Maulbecker, Kommandeur des Panzerbataillons 203 (das Patenbataillon der Stadt Paderborn) einen Kranz nieder.

Die Kranzniederlegung erfolgte im Stillen. „Auch ohne eine Zusammenkunft ist es wichtig, den Opfern dieses Angriffs zu gedenken und ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Wir müssen uns alle immer wieder vor Augen führen, dass es keinesfalls selbstverständlich ist, in Frieden zu leben. Mit dem Gedenken richten wir auch den Blick in die Zukunft. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, unser friedliches zusammenleben zu bewahren“, so der Bürgermeister.

Am 27. März 1945 – kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges – wurde Paderborn das Ziel eines verheerenden Bombenangriffs, der die Stadt nahezu dem Erdboden gleichmachte und 85 Prozent der Altstadt zerstörte.

Das Mahnmal am Busdorfwall ist direkt an der alten Stadtmauer errichtet worden. Auf einer Gedenktafel wird der 827 Opfer des Bombenkrieges gedacht. Darüber hinaus soll das Denkmal an alle Opfer des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 und des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 erinnern.