Ausstellung im Naturkundemuseum
Windenergie im Wald
Die Schau „Windenergie im Lebensraum Wald“ der Deutschen Wildtierstiftung ist vom 29. Mai bis zum 19. September im kleinen Sonderausstellungsraum des Naturkundemuseums im Neuhäuser Marstall zu sehen. Die Schau gibt einen Überblick über den Ausbau von Windkraftanlagen im Wald und dessen Randbereich in den einzelnen Bundesländern. Mit der Ausstellung sollen die Folgen für den Lebensraum Wald beleuchtet werden.
Insbesondere für störungsempfindliche Waldvogelarten wie beispielsweise den Schwarzstorch seien Wälder unverzichtbare Rückzugsräume und Brutstätten, die laut der Deutschen Wildtierstiftung durch Windenergieanlagen gestört würden, so Dr. Sven Mecke vom Naturkundemuseum. Im Gegensatz zu seinem weißen Verwandten ist der Schwarzstorch scheu, reagiert empfindlich auf Störungen und benötigt geschlossene Waldgebiete. „In Nordrhein-Westfalen wird der Schwarzstorchbestand auf nur rund 60 Brutpaare geschätzt. Auch bei Lichtenau und Dahl brüten Schwarzstörche und wenn ihre Jungen flügge werden, werden die Windräder bisweilen ‚stillgelegt‘, damit die Tiere heile zu ihrem Horst zurückkommen“, erklärt Mecke.