Kulturelle Winterträume
November-Angebote des Kulturamtes
Wer klassische Musik mag, bekommt in der ersten Hälfte Novembers vom Kulturamt der Stadt viel geboten. Gleich vier Veranstaltungen stehen vom Samstag, 6. November, bis Freitag, 12. November, auf dem Programm: eine eintrittsfrei in Schloß Neuhaus und drei in der Paderhalle.
Den Rahmen bilden zwei Konzerte mit dem Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold: Am Freitag, 12. November, spielt es um 19.30 Uhr ein Konzert unter dem Titel „Die Wogen des Meeres schweigen nie“ mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Edward Elgar, Frank Bridge und Arvo Pärt. Als Auftakt dazu gibt es am Samstag, 6. November, um 19 Uhr im Audienzsaal im Residenzmuseum im Schloss in Schloß Neuhaus ein eintrittsfreies Salonkonzert. Auf dessen Programm steht Musik, die sich in irgendeiner Weise um das Sinfoniekonzert dreht: ausschließlich englische Komponisten – und meistens geht es ums Meer. Es wirken Musikerinnen und Musiker des Landestheaters mit: Stephen Chambers (Tenor), Dou Quartett (Streichquartett), Bläserquintett, Sachie Furuya und Hye Ryung Lee (Klavier) und der Chor. Durch das Programm führen Christoph Gockel-Böhner, Leiter des Kulturamts Paderborn, und György Mészáros, Generalmusikdirektor des Landestheaters. Sie werden schon auf das Sinfoniekonzert am 12. November vorausschauen.
Zwischen diesen beiden Veranstaltungen finden noch zwei Konzerte in der Paderhalle statt:
Am Sonntag, 7. November, um 19.30 Uhr gibt Evgeni Koroliov einen Klavierabend. Der leidenschaftliche Schachspieler ist weltweit zur Stelle, wenn die Kunststückchen und Hand-ist-schneller-als-Auge-Tricks ausgespielt haben und es auf Struktur, Transparenz, emotionale Tiefe und Spiritualität ankommt. Der Komponist György Ligeti befand: „Wenn ich nur ein Werk auf eine einsame Insel mitnehmen darf, wähle ich Koroliovs Bach, denn diese Platte würde ich, einsam verhungernd und verdurstend, bis zum letzten Atemzug immer wieder hören“.
Dass Koroliov nach Jahren wieder in Paderborn spielt, hat einen Grund: Er probiert ein neues Programm aus, das die internationale Premiere im Théâtre des Champs Elysées in Paris Ende November haben wird. Auf dem Programm stehen „Vermächtnisse“: Auszüge aus Bachs Wohltemperiertem Klavier (Das „Alte Testament“ der Pianisten) und Klavierwerke von Schubert aus seinem Todesjahr. Um 19.00 Uhr gibt Lars Wolfram eine Einführung. Der Ort ist abhängig vom Hygienekonzept, vermutlich im Saal selbst.
Am Mittwoch, 10. November, tritt um 19.30 Uhr die Nordwestdeutsche Philharmonie wieder zum Heimspiel in Paderborn an. Es geht auf den Winter zu. Die russische Musik gilt als spezialisiert darauf. Daher erklingen Tschaikowksys „Winterträume“ und Rachmaninows fulminantes erstes Klavierkonzert. Das Orchester hat zwei Gäste eingeladen, die sich damit auskennen: Die Solistin Ekaterina Litvintseva stammt aus dem östlichsten Teil von Sibirien, wo es schon fast Alaska ist, der Dirigent Vahan Mardirossian stammt aus Armenien, wo es ein kontinentales Klima mit sehr strengen Wintern gibt. Falls das Hygienekonzept es erlaubt, findet um 18.30 Uhr eine Einführung mit Bruno Bechthold statt, aber das ist noch nicht klar.
Für die Veranstaltungen in der Paderhalle gibt es Eintrittskarten im Paderborner Ticket-Center am Marienplatz (Tel.: 05251-299750), das derzeit nur eingeschränkte Öffnungszeiten hat (Montag, Mittwoch, Samstag 10-14 Uhr), aber per Mail unter ticketpaderhallede erreichbar ist. Restkarten gibt es jeweils an der Abendkasse.
Alle Konzertgäste müssen vor Konzertbeginn den Nachweis ihrer Immunisierung (Impfung oder Genesung) mit Identitätsnachweis (Personalausweis) oder eines aktuellen Antigen-Tests vorlegen. Auf Laufwegen und in Vorräumen gilt Maskenpflicht. Pausengastronomie und bewachte Garderobe wird es nach derzeitigem Stand nicht geben.