„Dass die Verletzten heute wieder am Leben teilhaben können, ist Ihr Verdienst“
Bürgermeister und Landrat danken den Akutkrankenhäuser für ihre Arbeit während des Tornados
Um die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paderborner Krankenhäuser folgten der Einladung in den großen Saal des historischen Rathauses am Montagabend, 28. November. Bürgermeister Michael Dreier hatte gemeinsam mit Landrat Christoph Rüther die beim Tornado im Einsatz befindlichen Teams der drei Akutkrankenhäuser St. Vincenz, St. Johannisstift und Brüderkrankenhaus St. Josef eingeladen.
„Für Ihren Einsatz spreche ich Ihnen im Namen des Rates und der Verwaltung, der Paderborner Bürgerinnen und Bürger und auch von mir ganz persönlich, meinen tiefen Dank aus“, begann Bürgermeister Michael Dreier seine Ansprache. Gemeinsam mit den Anwesenden erinnerte er sich an die erschreckenden Momente, in denen der Tornado in nur 5 Minuten eine rund 300 Meter breite Schneise der Zerstörung hinterließ. Dass es keine Todesopfer gegeben habe, grenze an ein Wunder und sei auch der geleisteten Arbeit der Mitarbeitenden der Akutkrankenhäuser zu verdanken: „Dass die Verletzten heute wieder am Leben teilhaben können oder sich auf gutem Weg dahin befinden, ist ganz wesentlich Ihr Verdienst“, so Dreier.
Auch Landrat Christoph Rüther lobte die Hilfsbereitschaft der Paderbornerinnen und Paderborner sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser, die er während und nach dem Tornado erlebt habe: „Das macht die Region hier aus, dass die Menschen da sind, wenn sie gebraucht werden“. Er beschrieb sein eigenes Erleben des Tornados in der Leitstelle und die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfsdienst, Rettungsdienst und den Akutkrankenhäusern. Rüther bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Paderborner Krankenhäuser „für alles, was sie für uns getan haben“, so der Landrat.
Dr. Lutz Mahlke, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Vincenz-Krankenhaus, berichtete von der emotionalen Begegnung zwischen den Mitarbeitenden und der Familie der durch die Tornadoschäden lebensgefährlich verletzten Frau, die ihn bis heute berühre. Er lobte gleichzeitig den Umgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Situation. Auch Sebastian Schröder, Pflegedirektor des St. Johannisstift, betonte wie wertvoll das Engagement der Paderborner Krankenhäuser für die Bürgerinnen und Bürger ist: „Wir können sehr froh sein, über die Menschen, die wir hier in Paderborn in unseren Krankenhäusern und im Rettungsdienst haben“, so Schröder. Dr. Kai Klössing, Ärztliche Leitung Zentrale Notaufnahme des Brüderkrankenhaus St. Josef, erzählte von der Unsicherheit, wie viele Verletzte nun in die Krankenhäuser kämen, kurz nachdem der Tornado durch Paderborn fegte. Sie seien jedoch gut vorbereitet gewesen. Er bedankte sich anschließend für die Einladung, sie sei eine Geste der Wertschätzung der Krankenhäuser.