Einen Schritt vor dem Krieg
Stadtmuseum Paderborn zeigt Ausstellung mit Werken von ukrainischen Künstler*innen noch bis Montag, 6. Juni
Noch bis Pfingstmontag, 6. Juni, zeigt das Stadtmuseum eine Auswahl von Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen ukrainischer Künstler*innen. Es sind eindrucksvolle Zeugnisse unvorstellbarer Ereignisse eines sinnlosen Krieges – Vorahnungen und Reflexionen, die nicht nur die Menschen in der Ukraine betroffen machen. Seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges im Jahr 2014 befinden sich ukrainische Künstler*innen ununterbrochenen in einer Situation der Anspannung, Unsicherheit und Unruhe. Bewusst oder unbewusst, explizit oder indirekt – der militärische Diskurs in ihrem Leben ist seit acht Jahren täglich präsent.
In der Ausstellung „Einen Schritt vor dem Krieg” geht es um die Schrecken des völkerwiderrechtlichen Krieges und um die Vorahnung der aktuellen Ereignisse. Russlands Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 hat die Prozesse in der zeitgenössischen Kunst der Ukraine beschleunigt. Die Künstler*innen reagieren auf die Geschehnisse und versuchen innere und äußere Wahrnehmungen in ihren Bildern und Skulpturen zu verarbeiten.
Basierend aus den persönlichen Erfahrungen des Jahres 2014 – die Besetzung eines Teils des Donbass durch Russland – hat der aus der Region Donezk stammende Künstler Petro Antyp den Beginn eines umfassenden russisch-ukrainischen Krieges in diesem Jahr bereits erahnt. Vor acht Jahren mussten er und sein Landsmann Sergij Sakharow aufgrund ihrer pro-ukrainischen und pro-europäischen Haltung ihre Heimat verlassen und suchten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Zuflucht. Am 24. Februar dieses Jahres holte der Krieg sie erneut ein.
Am Pfingstsonntag, 5. Juni, ist der Eintritt ins Stadtmuseum frei.